Kodokan vorrübergehend geschlossen

Hier könnt ihr alles posten was mit Judo zu tun hat

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Asakusa
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Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von Asakusa »

http://kodokanjudoinstitute.org/en/
(Information)

Der Kodokan schließt für die Zeit vom 27.02.2020 bis 08.03.2020 um zur Eindämmung der Coronavirus-Infektion beizutragen.
Dies betrifft auch das Museum und die Bibliothek.

Eine Verlängerung der Schließung ist in der aktuellen Situation wohl zu erwarten.


【For the Novel Coronavirus Disease Control】
 No training at all dojos
 Feb. 27 (Thu) - Mar. 8 (Sun)
 Monthly Contest on Mar. 7 (Sat) shall be canceled.
 Museum & Library is closed for the time being.

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kastow
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von kastow »

Das macht bei unserem System mit so engem Körperkontakt - leider - Sinn. Hoffen wir mal, dass es bei uns nicht so schnell dazu kommt.
Herzliche Grüße,

kastow

Since the establishment of Kôdôkan jûdô, jûdô has become something that should be studied not only as a method of self-defence but also as a way of training the body and cultivating the mind. (Jigorô Kanô: MIND OVER MUSCLE)

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kastow
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von kastow »

Im NWJV sollen Judoka aus den betroffenen Regionen bei den bevorstehenden Wettkämpfen nicht an den Start gehen.
Quelle: https://www.nwjv.de/aktuelle-meldungen/ ... ronavirus/
Herzliche Grüße,

kastow

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piti
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von piti »

Hi,
das ist mal wieder typisch für Landesverbände und DJB und Vereinsvertreter die Angst haben vor .....
Verantwortung übernehmen ... Null.... mal was sagen ..... Null
Jeder Judoverein in Deutschland muß jetzt selber in eigener Verantwortung entscheiden.

Was sagt das RKI ....(Robert Koch Institut)
• Abstand halten zu anderen Menschen, etwas mehr als ein Meter genügt
• kein Händeschütteln, keine Umarmungen zur Begrüßung
• große Menschenansammlungen meiden, wenn möglich

Gruß Piti
Judofunktionär fragt Judosportler:
Wer ist wir?

HBt.
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Vernunft == Fehlanzeige

Beitrag von HBt. »

Hallo 'piti',

ich kann auch nur noch den Kopf schütteln - mir geht die gegenwärtige Ignoranz & Leichtfertigkeit = Verantwortungslosigkeit ebenfalls auf den Geist.


Gruß,
HBt.


PS
Panik & Angst, das muss nicht sein -> vernünftiges und verantwortliches Verhalten schon.

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Asakusa
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von Asakusa »

Die Schließung wurde bis 15.03. verlängert.

[Postponement of closure]
At the request of the government, Kodokan decided to cancel training until March 9, but we will postpone the period until March 15.
 
1.Cancellation of regular classes at Kodokan
    From February 27 to March 15
2.Closure of Judo Museum
    From February 27 to March 15
4.Cancellation of regular classes at Osaka International Judo Center
    From February 28 to March 15
Keep checking our website for information after March 16.


[Monthly Kata Class]
 CANCELLED on March 21
[Weekly Kata Class]
 CANCELLED Tuesday class: From 5 pm to 7 pm on the 6th floor
 Friday class: From 5 pm to 7 pm on the 5th floor
 
[Joint training]
 CANCELLED From 2 pm on 14 March at the Grand Dojo
[Monthly contest]
 CANCELLED From 2 pm on March 7 at the Grand Dojo

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kastow
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von kastow »

Mittlerweile wurden auch zahlreiche internationale Turniere wegen Corona abgesagt:
https://www.judobund.de/aktuelles/detai ... irus-4058/

Nachtrag:

Die IJF sagt alle Olympia-Qualifikationsturniere bis Ende Apri ab: https://www.judobund.de/aktuelles/detai ... sagt-4068/

Auch das Bundessichtungsturnier in Backnang entfällt: https://www.judobund.de/aktuelles/detai ... sagt-4067/
Herzliche Grüße,

kastow

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Christian
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von Christian »

Eine Information vom NJV zum Thema Corona: https://www.njv.de/inside-njv/alle-news ... d8f1ecbd1e
schöne Grüße
Christian

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nur_wazaari
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Verschiebungen

Beitrag von nur_wazaari »

Die olympische Qualifikationsphase wurde bis 30. Juni verlängert.

https://www.ijf.org/news/show/covid-19- ... n-extended

Allerdings lassen die große Unsicherheit der Entscheidenden und die tägliche Neubewertung der Lage nicht zu, eine einigermaßen seriöse Prognose zu treffen.

Aktuell (jaja ich weiß ist bloß ntv): https://www.n-tv.de/panorama/Virologe-h ... ket-newtab

Es geht wohl hauptsächlich um Zeitgewinn BEVOR die Ausbreitung einsetzt bzw. fortschreitet. Ich werde mit meiner Trainingsgruppe zusammen heute auch eine Entscheidung treffen.

Bleibt gesund.
Editierungen an eigenen Beiträgen meinerseits geschehen nur um die Rechtschreibung zu verbessern oder dann gekennzeichnete "Nachträge" einzufügen.

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kastow
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von kastow »

Auch der NWJV bietet auf seiner Seiten Informationen und Empfehlungen: https://www.nwjv.de/aktuelle-meldungen/ ... ronavirus/
Herzliche Grüße,

kastow

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nur_wazaari
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BuLi findet grundsätzlich statt.

Beitrag von nur_wazaari »

https://www.judobund.de/aktuelles/detai ... liga-4075/
Zwingend notwendige Voraussetzung dafür ist die Rücksprache des Heimvereins mit dem zuständigen lokalen Gesundheitsamt. Diese Rücksprache sollte die folgenden Möglichkeiten beinhalten:
1) Der Kampftag kann ohne Einschränkungen durchgeführt werden.
2) Der Kampftag kann unter bestimmten Bedingungen durchgeführt werden (z.B. ohne Zuschauer, Definition einer maximalen Personenzahl in der Halle, etc.).
3) Der Kampftag kann nicht durchgeführt werden. In diesem Fall ist eine Verlegung des Kampftages zu beantragen.

Der Empfehlung des zuständigen Gesundheitsamtes, die schriftlich dokumentiert werden muss, ist in jedem Fall Folge zu leisten.
Ihr als Bundesligavereine habt die Verantwortung für eure Kämpfer, für eure Mannschaft und auch für die gegnerische Mannschaft. Vor diesem Hintergrund ist von jedem Verein verantwortungsbewusst abzuwägen, welche Mannschaft (und das schließt ausländische Kämpfer ausdrücklich ein) er aufstellt. Der Verein sollte dafür Sorge tragen, soweit wie möglich, dass alle Kämpfer augenscheinlich gesund sind. Athleten aus den benannten Risikoländern (ITA, CHN, KOR, IRA) sollten nicht starten.
Ich halte diese Entscheidung unter den zitierten Voraussetzungen, die Situation der Bundesliga im Allgemeinen berücksichtigend und angesichts der aktuellen und prognostizierten gesundheitspolitischen Lage für völlig weltfremd.
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tutor!
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von tutor! »

Da steht doch nichts anderes, als dass man das Ok des Gesundheitsamts haben muss, wenn man den Kampftag durchführen will. Oder mit anderen Worten: der DJB entscheidet nicht zentral, sondern überlässt die Entscheidung für eine Durchführung den örtlichen Gesundheitsämtern. Finde ich in Ordnung - die Bundesliga interessiert mich auf der anderen Seite nur sehr am Rande...
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
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nur_wazaari
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Beitrag von nur_wazaari »

Da steht doch nichts anderes, als dass man das Ok des Gesundheitsamts haben muss, wenn man den Kampftag durchführen will.
Was Aufwand und Zeitnot und zusätzliche Kosten bedeuten dürfte, insbesondere im Fall einer Absage. Und die sind zum einen alles andere als unwahrscheinlich und zum anderen wären diese auch zentral vernünftig. Eine klare Entscheidung des Verbandes im Einklang mit der sonstigen Linie wäre hier angebracht. Auch zu bedenken: Wer will eine Bundesliga ohne Zuschauer? Wer geht gerade jetzt allen Ernstes das Risiko in Eigenverantwortung ein? Das meinte ich mit "weltfremd"...
der DJB entscheidet nicht zentral, sondern überlässt die Entscheidung für eine Durchführung den örtlichen Gesundheitsämtern.

Das geht ja auch sonnenklar aus der Veröffentlichung hervor. Das bedeutet: Alle Judoveranstaltungen werden auf eher nicht absehbare Zeit abgesagt, die Vereine fangen an ihren Trainingsbetrieb zu hinterfragen und die Bundesliga kann laut DJB "von denen aus" fröhlich weiterlaufen, wenn die Gesundheitsämter ihr ok geben. Sorry, da passt doch was nicht, aber:
Finde ich in Ordnung - die Bundesliga interessiert mich auf der anderen Seite nur sehr am Rande]
Der DJB hat auch keinen Bock auf die Bundesliga, weil er regelmäßig - es folgt offtopic - mit einer Steuerung bzw. dem Auferlegen der eigenen Bedingungen scheitert - indem sich die Vereine zurück ziehen. Aber er regelt diese u.a. in der Wettkampfordnung. Also - weshalb gilt für die BuLi was anderes als für alle anderen Judo-Veranstaltungen? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Gesundheitsämter anders entscheiden als die offiziellen Verbände?

Hoffen wir mal, dass "vorübergehend" schnellst möglichst auch seine Bedeutung entfaltet.
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tutor!
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von tutor! »

Vernünftiger Weise wird sicherlich man zu dem Ergebnis kommen, dass die Kampftage aktuell abgesagt werden sollen. Vor allem ist die Gefährdungslage ja tagesaktuell zu prüfen, sodass sich hinausgezögerte Absagen erst sehr kurzfristig ergeben können.

Ich kann aber den DJB gut verstehen, dass er diese Entscheidung nicht zentral für alle treffen möchte, sondern die Entscheidung den Vereinen und den Gesundheitsämtern überlässt. Das finde ich insbesondere deshalb nachvollziehbar, weil das Verhältnis zwischen einigen Vereinen und DJB angespannt ist. Wieso sollte der DJB hier noch weiter Spannung porentiell durch Absagen verschärfen?

Off-topic: Woran die BuLi krankt, mögen diejenigen beurteilen, die sich mehr mit ihr auseinandersetzen. Ich habe da nur nur punktuelle Eindrücke und kein vollumfängliches Bild. Mir scheint aber das Geld- und Leistungsgefälle zu groß zu sein, um für ALLE Beteiligten einen attraktiven Wettbewerb zu veranstalten.
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Holger König
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von Holger König »

Es ist aus wirtschaftlichen und juristischen Gründen durchaus sinnvoll, Veranstaltungen nicht selbst abzusagen, sondern nur nach Verbot durch Gesundheitsbehörden nicht durchzuführen. Wenn man selbst absagt, dann muß man gegenüber Vertragspartnern finanziell Ersatz leisten. Untersagt eine Behörde die Veranstaltung, dann kann man sich auf höhere Gewalt berufen und ggf können alle Beteiligten für unnütz aufgewendete Kosten versuchen, die Behörde wegen einer Fehlentscheidung haftbar zu machen.
Ein Argument wäre, daß bei früheren Influenza-Wellen trotz tausender Toter nicht so restriktiv vorgegangen wurde.

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Christian
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von Christian »

So langsam geht jetzt überall die Türen zu.

Der NJV hat heute ein Schreiben veröffentlich, in welchem mitgeteilt wird, dass der Sportbetrieb bis Ende April eingestellt ist.
Gleiches hat unser Verein auch heute gemacht. Hier geht es auch frühestens nach den Osterferien in Niedersachsen weiter.

20200313 NJV-Info Coronavirus Verbandsoeffentlichkeit.pdf
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
schöne Grüße
Christian

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Fritz
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von Fritz »

Auch wir stellen erstmal bis inklusive der Oster-Ferien den Trainingsbetrieb ein ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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kastow
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Re: Kodokan vorrübergehend geschlossen

Beitrag von kastow »

Anfang nächster Woche nehme ich noch als erst einmal letzte Maßnahme eine kleine Kyu-Prüfung mit einer einstelligen Zahl an Prüflingen ab. Ansonsten ist bis Ende der Osterferien auch bei uns dicht.
Herzliche Grüße,

kastow

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HBt.
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Wir tanzen und lachen,

Beitrag von HBt. »

es scheint die Sonne (mein Nachbar hat Sa und So gegrillt -> Party).

Und meine hauptberufliche Führung war nicht vorbereitet, mein Chef spielt seit Monaten alles runter ... etc. pp. Ach ja, und natürlich wurden Dienstreisen durchgeführt ... alles ganz normal :eusa_doh.
Wir sind nicht mehr normal in im Kopf
LUH hat geschrieben: Liebe Kolleg*innen,
wir haben aktuell eine Situation, auf die wir nicht vorbereitet waren. Es ist eine außergewöhnliche Situation, die die ganze Gesellschaft und jeden Einzelnen fordert, und wir wissen nicht, was die nächsten Wochen bringen werden. (...)
Wir waren und sind also nicht vorbereitet und haben ja gar nichts davon gewusst.

Heuchelei,
nichts weiter

Seit der zweiten Januarwoche 2020 müsste jeder deutsche Bürger wissen, was unausweichlich kommen wird / unausweichlich kommt. Auch wie man sich in einer solchen Situation verhalten muss. Doch getan haben wir nichts, im Gegenteil, Urlaub & Partys sind an der Tagesordnung (bzw. waren an der Tagesordnung) ... Wie ernst die Situation ist, ist noch lange nicht jedem Bürger einleuchtend.

Traurig und äußerst ärgerlich.

Gruß,
HBt.

PS der NJV folgt nur dem Zwang durch den LSB ... u.s.w. bloß nicht schon rechtzeitig eigenverantwortlich Verantwortung übernehmen, bloß nicht ... :eusa_shhh

:angry4

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nur_wazaari
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Zwang oder Nichtzwang...

Beitrag von nur_wazaari »

...das ist nun nicht mehr die Frage. Dennoch sehe ich das etwas differenzierter, was an der Absolutheit der nun gegebenen Lage nichts ändert.

Es stimmt in der Tat, dass in Deutschland der "lange Dienstweg" bevorzugt wurde. Dass die Leute nun erst beginnen zu begreifen, daraus kann man keine gesellschaftlichen Vorwürfe ableiten. Ich halte das für zutiefst menschlich, wenngleich fatal. Ich bin mir nicht sicher, ob und an wen man in der allgemeinen Verantwortungsdiffusion einen Vorwurf erheben könnte. "Jetzt haben wir den Salat und sehen was wir davon haben" - das halte ich für keine angemessene Einschätzung.

Ein Beispiel: Ich habe an meiner Institution meine Trainingsgruppe relativ frühzeitig und sozusagen im vorauseilenden Gehorsam abgesagt, wurde von der Verwaltung mit Unverständnis regelrecht beworfen. Zwei Tage später ist die komplette Anlage dicht und man hat die Schüsse nicht gehört sondern erst reagiert, als diese dann auch mal getroffen haben. Ich gebe zu, das hat mich auch sehr geärgert, weil man mir indirekt unterstellt hat dass ich den "Dienst" einfach so quittiert hätte, die Nachrichtenlage und auch die tatsächliche Gefahr als Ausrede benutzen würde. Meine Trainingsgruppe im Übrigen, mit der ich alles abgesprochen und erörtert hatte, zeigte vollstes Verständnis.

Meine schnell zusammengeschriebene Begründung vom 09. März las sich wie folgt:
Begründung: Das Hauptaugenmerk liegt auf der Verhinderung der weiteren bzw. schnelleren Ausbreitung von COVID-19. Sowohl ich als auch viele Trainierende sind in sensiblen Bereichen berufstätig - dem medizinischen Bereich, dem öffentlichen Dienst, dem Schulwesen - und dementsprechend informiert und sensibilisiert. In diesen Bereichen gibt es bereits dezidierte Verhaltensanweisungen und zunehmend auch betriebliche Einschränkungen. Zudem weiß ich, dass nicht einige am Training Teilnehmende umfangreichere Reiseaktivitäten verfolgen. Daneben ist das "..." für sich ein Ort, an dem viele Menschen zusammenkommen. Aktuell schätze ich die Lage als so akut ein, dass mir ein bloßes Verweisen auf die Eigenverantwortung meiner Trainierenden als nicht ausreichend angemessen erscheint. Zudem haben die offiziellen internationalen und nationalen Judo-Verbände (IJF, EJU, DJB) die offiziellen Trainings- und Wettkampfmaßnahmen mittlerweile vollständig und bis Ende April eingestellt. Insgesamt ist es mir nicht möglich, den Entwicklungen statt zu geben.
Aber ich kann den Stellen die den öffentlichen Betrieb organisieren ihre gedehnten Reaktionen nicht wirklich vorwerfen, abgesehen von derer "in meinen Augen" etwas blinden Art und Weise (die ich hier nicht veröffentliche). Sie haben halt gewartet, bis der offizielle Erlass zur sukzessiven Schließung veröffentlicht wurde; vorher hieß das Zauberwort "Eigenverantwortung". Die Eigenverantwortung dann solange hinausgeschoben, bis die Verordnung kam. "Ordnung" bietet Sicherheit, also hält man sie solange aufrecht bis jemand von außen kommt und sie zerstört. Wer begibt sich schon freiwillig in Unsicherheit oder akzeptiert diese umgehend?

Da ich mich auch reichlich im öffentlichen Sektor bewege bzw. dort arbeite (u.a. ÖD, Uni...) und nun alles richtigerweise rigoros geschlossen wurde, ist nun der PC mein einziges Arbeits- und Kontaktmittel. So wie bei vielen Menschen die ich kenne. Was das für uns als Gesellschaft und auch individuell verschieden wirklich bedeutet, werden wir wahrscheinlich erst nach den ersten Wochen erkennen (können?).

Was machen eigentlich die schwächsten unserer Gesellschaft? Obdachlose, Kurzzeitarbeitende, in Camps zusammengepferchte...man hört und liest nicht viel über diese Gruppen.

Bleibt gesund und tapfer. Was soll man auch sonst wünschen?
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