Sportlerverwaltung

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Olaf
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Sportlerverwaltung

Beitrag von Olaf » 22.11.2016, 10:34

http://dasjudoforum.de/forum/viewtopic.php?f=25&t=8178

Weitergehend zu obigem Faden hier mal eine Idee für die Zukunft.

Mir schwebt eine Plattform vor, bei der die Vereine ihre Mitgliederverwaltung komplett online vornehmen. Ähnlich wie jetzt bei der Passbestellung, müssen dabei die Sportler einmalig in ein System eingegeben werden. Anstatt aber anschließend nach drei Monaten gelöscht zu werden (wie jetzt bei der Passbestellung), verbleiben sie im System (wie jetzt bei der WK-Lizenz).

Jeweils zum Stichtag werden alle im System gemeldeten Sportler eines Vereins für die Beitragsmeldung durch den Verband herangezogen. Kein tricksen möglich.

Graduierungen werden direkt online mit Datum eingetragen. Die jeweils gültigen Beschränkungen (Höchstanzahl der Prüfungen im Jahr, Mindestalter) kann man programmieren. Sind die Bedingungen nicht erfüllt, ist ein Speichern nicht möglich, statt dessen gibt es eine entsprechende Fehlermeldung. Ist das Speichern erfolgreich, wird die Prüfungsgebühr (Rechnung, so wie jetzt bei der Passbestellung) fällig.

Auch können alle KR-Lizenzen und Einsätze dort vermerkt werden. Bei einem gut programmierten Gesamtpaket sollte auch die Fahrtkostenabrechnung über ein solches Portal möglich sein.

Die WK-Lizenz wird online geführt und muss nicht mehr mitgeführt werden. Im System ist eh vermerkt, wer eine gültige Lizenz besitzt.

Bei Wettkämpfen können die Sportler direkt mit der Meldung überprüft werden (Fehlermeldung: Sportler XY besitzt keine WK-Lizenz, welche erforderlich ist) oder (Fehlermeldung: Für dieses Turnier ist eine Mindestgraduierung von ... erforderlich). Wen ich nicht als Mitglied gemeldet habe, den kann ich eh nicht melden, da er nicht gültig im System ist.

Beim Vereinswechsel löscht der Verein den Sportler aus seinem Bestand, aber nicht aus dem System. Wird der Sportler später wieder aktiv, oder wechselt direkt den Verein sollte es eine Möglichkeit geben, anzugeben, ob der abgebende Verein von einer Sperre absieht oder nicht. Sieht er nicht davon ab, kann eben für die Sperrfrist keine WK-Meldung erfolgen, bzw. keine Prüfung eingetragen werden (Fehlermeldung).

Beim Wiegen muss nur noch anhand des hinterlegten Fotos per Handy oder Tablet vom KR überprüft werden, ob der betreffende Sportler, der im System ist, tatsächlich derjenige ist, der vor ihm steht.

Bei Meldungen für eine Liga kann direkt eine Mannschaftsliste online eingegeben werden, ob jemand dann Regularien erfüllt (Mindestalter, Startberechtigung, Freigabe durch den Heimatverein) kann alles online gemacht werden. Weigen für die Mannschaft dann wieder per Sichtkontrolle am Tablett.

KR-Lizenzen können ebenfalls online geführt werden. Man muss sich nur darauf einigen, bundesweit solch eine Datenbank einzuführen und dafür würde ich sogar gern Gebühren für ein Portal bezahlen.

Vorteile:
Keine Judopässe mehr nötig
Keine KR-Pässe mehr nötig
Keine physischen WK-Lizenzen mehr nötig
Kein Verschicken und Kleben von Sichtmarken samt Kontrolle beim Wiegen mehr nötig
Keine Prüfungsmarken mehr nötig
Keine handgeschriebenen Eintragungen von Graduierungen in Pässen mehr nötig
Keine Archivierung von Prüfungslisten mehr nötig

Nachteil:
Alle Wettkampfstätten brauchen anständige Netzabdeckung
Sportlerdaten müssen vom Verband dauerhaft gespeichert werden
Immer wieder muß das Unmögliche versucht werden,
um das Mögliche zu erreichen

Derjenige, der sagt „Es geht nicht“, soll denjenigen nicht stören, der es gerade tut.

Jeder kann unter http://www.obernkirchenraptors.de mehr über uns erfahren.

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Asterix » 22.11.2016, 11:02

Wie schon im anderen Faden gesagt... ich wäre dann raus! Man muss nicht alles überregulieren.

Spinnen wir mal weiter: Du kündigst dein Konto und gehst zu einer neuen Bank. Super, der neue Bearbeiter sieht genau, welche Lastschriften geplatzt sind, wieviel du verdienst, etc. Oder die Konditionen deiner letzten Hausfinanzierung... die neue wird nicht billiger, glaub mir. Oder aber dein neuer Arbeitgeber kriegt gleich alle alten Abmahnungen mitgeliefert. Ist doch super, oder?

Für 95% der Leute ist Judo ein Hobby. Regularien und Datensammlungen, die die von Schufa und Kollegen glatt in den Schatten stellen, brauchen wir (ich) nicht.

Btw. bei den meisten Grappling-Wettkämpfen reicht: Anwesenheit, Zahlung der Wettkampfgebühr, Gewicht. Was geht den Veranstalter der Rest an?

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Fritz » 22.11.2016, 11:19

Interessantes Konzept, ich gehe davon aus, die IT-Grundausstattung für Vereine wird dann vom Verband zur Verfügung gestellt,
einschließlich einer Schulung ...?

Das Pässe dadurch unnötig wären, wird sich beim ersten versehentlichen Löschen von Datensätzen und der Feststellung, daß evt. Sicherungs-Kopien
plötzlich nicht mehr aufgefunden/eingespielt werden können, als zu optimistische Annahme herausstellen.

Ansonsten gibt es ja wohl schon Bestrebungen die in diese Richtung gehen, für lizenzpflichtige Meisterschaften, kann über das Judoportal gemeldet werden,
auch überlegt wohl der eine oder andere LV, die Archivierung der Prüfungslisten über ein Portal zu erledigen.
Damit kann ich sogar noch mitgehen, aber man sollte sich hüten, allzu sehr auf Technik zu setzen, hab noch eine U-irgendwas Berliner Meisterschaft in Erinnerung,
die nur chaotisch und mit viel Verspätung starten konnte, weil in der Ausweich-Wettkampfstätte eben mal der Strom ausgefallen ist, weil es die Sicherung einfach
nicht gebracht hat. Tja, also keine elekt. Anzeigetafeln, keine elektr. Listenführung usw. usf.

Also zur Unterstützung ist alles schön und gut, aber der Sportbetrieb muß auch bei Technik-Ausfall funktionieren ...
Mit freundlichem Gruß

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Uwe 23 » 22.11.2016, 11:41

Übertrag aus dem anderen Passkontrolle Faden:
Asterix hat geschrieben:
Uwe 23 hat geschrieben:Für mich und viele andere wäre die beste Lösung, wenn alle Daten der Sportler zentral gespeichert und bei Meldungen automatisch überprüft würden. So dass dann an der Waage nur noch die Identität überprüft werden muss.... Weiter gedacht, könnte das auch über Fingerabdruck o.Ä. passieren, die Daten der Waage werden direkt in die Listen übertragen...
Dagegen wäre ja die NSA ein Waisenkinderverein... Das wäre für mich der Grund, niemanden mehr zu melden und selbst jede Aktivität einzustellen. Bei aller Kontrolle, sollte man mal langsam die Kirche im Dorf lassen. Das was zur Zeit läuft, ist mehr als genug.
Für das Thema Datenschutz in dem Zusammenhang müsste man am besten einen neuen Faden aufmachen.

Meiner Meinung nach sind die Daten nicht so sensibel, dass es für jemanden existenzbedrohende Folgen hätte, wenn die in falsche Hände geraten.
Und wenn bei so einem System die Datensicherheit gewährleistet ist und alle Datenschutzregeln eingehalten werden, dann würde ich da für mich kein Problem sehen.
So wäre z.B. die Datensparsamkeit damit viel besser umsetzbar als heute.
Bei neuen System würde der Kampfrichter an der Waage nur sehen: Start-berechtigt - ja/nein
Heute sieht der Kampfrichter: Geburtsdatum, alle Graduierungen, alle Vereinswechsel, alle Erfolge, Lehrgänge, vielleicht sogar noch alte Fotos....

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Asterix » 22.11.2016, 11:48

Uwe 23 hat geschrieben:Start-berechtigt - ja/nein
Da hast du recht. Aber der zentrale Datenerfasser sieht eine Menge mehr. Ist der zuverlässig? Werden die Daten nur zweckgebunden verwendet? ...?
Selbst bei staatlichen Stelle gibt es immer wieder Probleme damit.

Auswertungsmöglichkeiten wären z.B. Wie viele Starter gibt es tendenziell bei einem Wettkampf? Ist Verein A mit fallenden Teilnehmern von Veranstaltung B noch "förderwürdig" oder geben wir die Geldmittel lieber gleich an Verein C? Ich mag jetzt gar nicht böswillig weiterdenken.

Wenn alle gutmütig und ehrlich wären, wäre das kein Problem, aber die Lebenserfahrung belehrt einen da immer wieder eines besseren. Weit hergeholt, aber ich erinnere nur mal an die 30ger Jahre, Amsterdam und die sorgsam gepflegten zentralen Mitgliederlisten der jüdischen Gemeinden dort. Grob gesprochen waren das auch nur Vereine. Ach, da passiert schon nichts? Blickt mal in Richtung Westen über den großen Teich. (oder hier in die tägliche Berichterstattung)
Zuletzt geändert von Asterix am 22.11.2016, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Pässe, Sichtmarken und Kontrolle

Beitrag von Fritz » 22.11.2016, 11:49

Uwe 23 hat geschrieben:Meiner Meinung nach sind die Daten nicht so sensibel, dass es für jemanden existenzbedrohende Folgen hätte, wenn die in falsche Hände geraten.
Und wen bei so einem System die Datensicherheit gewährleistet ist und alle Datenschutzregeln eingehalten werden, dann würde ich da für mich kein Problem sehen.
In diesem Land, in dieser Zeit sind alle Listen hoch sensibel, wo Anschriften, Geburtsdaten und Gesichter verknüpft sind, am Ende noch mit
Informationen: Kann Kampfsport, besitzt Waffen usw. usf. :-( :-( :-(
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Uwe 23 » 22.11.2016, 13:29

Ja OK.
Ich sehe das Problem auch, dass alle Daten potentiell missbraucht werden können, wenn die richtigen Leute nur genug bösen Willen haben.
Nur funktioniert die moderne Welt leider nicht, ohne dass viele Daten gespeichert werden. Ich denke, so Verweigerungen einzelner bringen da nicht viel. Man muss da Regeln einhalten, damit man schon kriminelle Energie braucht, um etwas Böses mit den Daten zu machen.
Und vor allem das aller wichtigste: Man muss bei den Wahlen sein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen, denn wenn einmal dann mal die falschen an der Regierung sind, sind ganz schnell Gesetze geändert und dann muss auf einmal jeder alle Daten zwangsweise rausrücken, und dann ist jeder der nicht für die Regierung ist, potentieller Terrorist und wird durchleuchtet.
Solche Sachen sieht man ja leider inzwischen sogar schon in Europa.

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Sono-Mama » 22.11.2016, 14:28

Olaf hat geschrieben:http://dasjudoforum.de/forum/viewtopic.php?f=25&t=8178

Weitergehend zu obigem Faden hier mal eine Idee für die Zukunft.

Beim Wiegen muss nur noch anhand des hinterlegten Fotos per Handy oder Tablet vom KR überprüft werden, ob der betreffende Sportler, der im System ist, tatsächlich derjenige ist, der vor ihm steht.

Nachteil:
Alle Wettkampfstätten brauchen anständige Netzabdeckung
Sportlerdaten müssen vom Verband dauerhaft gespeichert werden
Ja genau das ist es eben. In einigen Hallen hat man eben keinen oder nur sehr eingeschränkten Internetzugang. Wie das mit den unsäglichen WK-Lizenzen neu aufkam, war das ja ganz ok im ersten Jahr für die Karis... wer keine Karte hatte durfte auf den Turnieren nicht kämpfen (solange man die Lizenz dafür benötigt hat.) Im zweiten Jahr standen wir/ich dann an der Waage und die Kids haben uns die Karten gezeigt. Wir haben dann gesagt (so wie es uns auf Nachfrage gesagt worden ist): "Entweder ihr zeigt uns eine Zahlungsbestätigung, dass ihr die Gebühr für dieses Jahr bezahlt habt oder ihr zeigt es via Handy/Internet, ansonsten dürft ihr nicht starten." Und dann standen da 3/4 der Kämpfer und schauten uns doof an, weil sie keine Zahlungsbestätigung in Papierform hatten. Man muss dazu sagen, dass eben genau die Halle so gut wie keine Internetverbindung hatte und die Kids dann mit ihren Handys quer durch und vor die Halle rannten, um eine Verbindung zu erhalten. Ganz lustig war auch ein Betreuer, der der Meinung war, es ist allein die Aufgabe der Karis, das zu überprüfen und wir müssten das - egal wie - irgendwie hinbekommen.

Ganz abgesehen davon das es doch sehr unwahrscheinlich ist, dass wir (wenn es denn gewollt wäre und die breite Unterstützung hätte) so ein System nur schwer umsetzbar wäre. Das zeigt sich schon allein daran, dass die Bayrischen Karis sich nicht in das im Rest von Deutschland geläufige Kampfrichterportal integrieren wollen.

Gruß Sono-mama
Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Hofi » 22.11.2016, 19:17

Wie schon im anderen Faden:
Es fehlt die analoge Backup-Möglichkeit.
Abgesehen davon, dass der Verband sicher gerne sämtliche potentiellen Wettkampfstätten mit dem notwendigen Equipment und die dort tätigen Ehrenamtlichen mit den notwendigen Schulungen versorgt.
Denn wären solche System Voraussetzung für eine Wettkampfausrichtung, wir wären raus aus der Turnier-Ausrichtung für den Verband.
Bis dann
Hofi
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Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Ronin » 23.11.2016, 15:04

jetzt tue ich für den Moment mal so, als gäbe es das Thema Datenschutz nicht...

Man könnte das DJB-Portal sicherlich ausbauen, bzw. um Turnier- und Lehrgangsmeldungen erweitern. In unseren LV haben wir da eine eigene Lösung eben ohne Passerstellung aber Lehrgangsverwaltungen (so kann man gleich auch die Lizenzverlängerungen optimieren) und Turniermeldungen wären auch möglich. Zum Turnier müsste nur die sportliche Leitung eine ausgedruckte Liste mit den Gemeldeten mitbringen, dann benötigt man in der Halle keine IT.
Nachmeldungen sind dann einfach nicht mehr möglich, das wäre ein hinnehmbarer Kompromiss.

Ich sehe (abgesehen von Datenschutz) folgende Themen:
Alle aktiven Judoka müssen hier erfasst sein bzw. auch wieder gelöscht werden. Da für die Beitragseinzüge der Vereine ebenfalls lokale Systeme (oder auch manuell) geführt werden müssen, verdoppelt sich der Aufwand für die Vereine im Bereich der Mitgliederverwaltung. Oder der DJB baut gleich ne große Lösung, die den Beitragseinzug durch die Vereine gleich mit regelt... sind wir ehrlich, this is never going to fly

Was den Datenschutz angeht: Der DJB liegt in Hessen und mir wurde glaubhaft versichert, dass die Datenschutzhürden hier besonders hoch angelegt werden (ich will das bewusst gar nicht werten) muss im selben Moment klar sein, dass die notwendigen Softwareanpassungen, um dem Rechnung zu tragen, exorbitant hoch sein werden. Es muss sichergestellt sein, dass auch LV Ebene niemand beim anderen LV schauen kann, Vereine dürfen nur ihre Dinge sehen.... ich denke das wir sehr sehr teuer und der Nutzen ist zwar da aber sehr sehr begrenzt.

Ich selber bin kein Föderalismusfreund, aber wir haben ihn und der macht das Leben in diesem Fall sehr kostspielig

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Fritz » 23.11.2016, 23:15

Lustig wird es dann auch, wenn die Leute mit den Zugangsdaten fürs Portal den Verein verlassen (aus welchen Gründen auch immer), und vergessen wurde,
dies Zugangsdaten irgendwo hinterlegt zu haben ...

Außerdem hat die Wettkampf-Lizenz-Sache gezeigt, daß das Portal-Zeugs irgendwie zusätzlich Geld zur Beitrags-Marke kostet, ich glaube nicht, wenn man es für
nicht lizenzpflichtige Turnier-Meldungen erweitert, es dann Freude bei allen Sportlern (oder deren Eltern) macht, sich dort anzumelden und nochmal was zu bezahlen.
Ok, andererseits könnte natürlich die Passbestellung dazu führen, daß ein Datensatz mit Paßnummer, Jahrgang, Namen angelegt wird - lustig wird es dann jedenfalls
bei Vereinswechsel, temporärem Aussetzen der Vereinsmitgliedschaft, Namensänderungen und sicherlich noch ein paar Sachen, die einem dann erst später auffallen werden.
Läßt sich sicherlich alles technisch lösen, wird aber (da zentral) sicher empfindlich für Störungen und am Ende druckt der Wettkampf-Ausrichter dann doch nur die Listen
aus, nimmt sie mit in die Halle und schreibt sich alles von Hand zusammen ... Kann er aber auch mit zugesandten Excel-Tabellen ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Sportlerverwaltung

Beitrag von Sono-Mama » 23.11.2016, 23:46

Ronin hat geschrieben:jetzt tue ich für den Moment mal so, als gäbe es das Thema Datenschutz nicht...

Man könnte das DJB-Portal sicherlich ausbauen, bzw. um Turnier- und Lehrgangsmeldungen erweitern. In unseren LV haben wir da eine eigene Lösung eben ohne Passerstellung aber Lehrgangsverwaltungen (so kann man gleich auch die Lizenzverlängerungen optimieren) und Turniermeldungen wären auch möglich. Zum Turnier müsste nur die sportliche Leitung eine ausgedruckte Liste mit den Gemeldeten mitbringen, dann benötigt man in der Halle keine IT.
Nachmeldungen sind dann einfach nicht mehr möglich, das wäre ein hinnehmbarer Kompromiss.

Ich sehe (abgesehen von Datenschutz) folgende Themen:
Alle aktiven Judoka müssen hier erfasst sein bzw. auch wieder gelöscht werden. Da für die Beitragseinzüge der Vereine ebenfalls lokale Systeme (oder auch manuell) geführt werden müssen, verdoppelt sich der Aufwand für die Vereine im Bereich der Mitgliederverwaltung. Oder der DJB baut gleich ne große Lösung, die den Beitragseinzug durch die Vereine gleich mit regelt... sind wir ehrlich, this is never going to fly

Was den Datenschutz angeht: Der DJB liegt in Hessen und mir wurde glaubhaft versichert, dass die Datenschutzhürden hier besonders hoch angelegt werden (ich will das bewusst gar nicht werten) muss im selben Moment klar sein, dass die notwendigen Softwareanpassungen, um dem Rechnung zu tragen, exorbitant hoch sein werden. Es muss sichergestellt sein, dass auch LV Ebene niemand beim anderen LV schauen kann, Vereine dürfen nur ihre Dinge sehen.... ich denke das wir sehr sehr teuer und der Nutzen ist zwar da aber sehr sehr begrenzt.

Ich selber bin kein Föderalismusfreund, aber wir haben ihn und der macht das Leben in diesem Fall sehr kostspielig
Da will ich gleich mal einhaken..

Es kann sein (vermutlich sogar ziemlich sicher), dass die Hessen nicht die ersten sind, die darauf gekommen sind.

Aber für offizielle Meisterschaften geht das Melden nur noch über das DJB-Portal...zumindest war das bis letztes Jahr so. Nur Kämpfer, die die WK-Lizenz beantragt haben, konnten überhaupt gemeldet werden und zum Meldeschluss pünktlich um 00:00 Uhr wurde das Meldeportal geschlossen. Keine weiteren Nachmeldungen möglich.

Ein weiterer Vorteil. Die Jugendleitung konnte in aller Ruhe die Favoriten auseinander schreiben und am Tag des Wettkampfes waren die Listen quasi schon fertig. Es musste nur noch der ein oder andere gestrichen bzw. in eine andere Gewichtsklasse geschrieben werden...was nicht sehr häufig vorkam weil (fast) alle da waren und alle ihr Gewicht hatten.

Gruß Sono-mama
Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

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