In meinen Augen ist die alleinige Ausprägung Sportjudo, in der derzeitigen Form, mit unqualifizierten ÜL/TR, die keine Ahnung haben, vorsätzliche Körperverletzung.
Das kannst Du aus Deiner inzwischen einseitigen Denkweise beurteilen. Ich glaube nicht, dass Du qualifiziert genug bist, damit meine ich nicht Deine persönliche Reife, sondern die Tatsache, dass Dir definitiv nicht die Trainingsgeflogenheiten der überwiegenden Mehrzahl der ÜL im DJB bekannt sind.
Aus deiner nunmehr auf Tradition begrenzten Denkweise versuche ich es zu verstehen, allerdings würde bei Deiner oberflächlichen Interpretation dies
jedes auch noch so schöne Programm oder Parole..., welches ich mir auf die Fahne schreibe, ist nichts weiter als Makulatur.
nicht im Gegenzuge auch auf Deine Denkweise zutreffen.
Insofern finde ich es langsam zum k........, dass hier immer von den gleichen Leuten jegliche "Änderungen" betreffend das nach deren Meinung nur noch auf "Sportjudo" beschränkte Judo ausgeschlachtet wird, nur um das Fähnchen der Traditionalisten mal wieder ein wenig im Wind schaukeln zu lassen. Siehe insoweit auch die anpreisenden Berichte des allein glücklich machenden und mit dem Alleinvertretungsanspruch versehenen Judo aus dem hohen Norden zu lobpreisen.
Seltsam ist, außer natürlich nun mit diesem kurzen Einwand, dass dies von den "Sportjudoka" und das dürften vermutlich die Mehrheit hier im Forum sein, umgekehrt Kritiken ausbleiben. Haben die, bzw. wir verstanden, dass es tatsächlich unter dem Dach des Judo zwei Dinge gibt, die man gleichzeitig betreiben kann. Tradition und Wettkampf - vielleicht solltet ihr das auch einmal versuchen, bzw. wenn es um Sportjudo geht, einfach mal nichts dazu schreiben, da es euch ja eh nicht interessiert.
Ich habe am letzten Samstag und Sonntag mehrfach gesehen, wie "Mädchen und Jungs" einen +100kg Mann spielend mit folgenden Techniken warfen.
- Tai otoshi
- Uki otoshi
- O goshi
- Uki goshi
(..)
- Harai goshi
Alles nur eine Frage der Ausführung versteht sich . Traditionell oder einfach nur richtig ..
Insbesondere meine ich damit solche unsinnigen Abschweifungen vom eigentlichen Thema, die nichts als ein wenig Wind für ein Fähnchen machen.
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Denn in diesem Zusammenhang habe ich bisher auch nicht herausgelesen, dass der Kodokan seine Traditionen verabschiedet hat. Er gibt für mich derzeit nur sein OK zu Internationalen Wettkampfregeln, an deren Ausführung und Handhabung man auch weiterhin, bzw. nunmehr mit anderen Ländern zusammen beteiligt ist.
Nebenbei: Der Aufhänger war nicht, daß der Kodokan die IJF Regeln übernimmt, sondern daß
die "The All Japan Judo Federation" nicht mehr die Kodokan-Regel benutzt, sondern die IJF-Regeln.
D.h. für den japanischen Judoverband ist nicht mehr der Kodokan hinsichtlich der Regeln bindend, sondern halt die IJF. Und das hat einen gewissen Symbolgehalt."Interessant" wird es wahrscheinlich bei Wettkämpfen, die der Kodokan selbst ausrichtet. Der Kodokan versucht auch nicht, im Regelwerk rumzurühren, sondern die IJF rührt im Regelwerk herum, welches ursprünglich im Kodokan unter Kanos Federführung entstand.
(Der Kodokan hat dann allerdings in Folge dessen, sein Regelwerk gelegentlich an das der IJF angenähert...)
Wenn man darin einen Symbolgehalt sehen möchte, ist das die eigene Perspektive – bisher habe ich noch nichts gelesen, dass man aufgrund der Anpassung an die IJF die Traditionen des Judo über Bord wirft. So europäisch oder deutsch sind die Japaner bestimmt nicht, so können mit Scheuklappen versehene deutsche Judoka nur denken.
Und dann sollten wir alle einmal daran denken, was wir wollen. Ob es nicht vll. sinnvoll ist, Regeln für den WK einzuführen, vor allem für Kinder/Jugendliche.
Und ehe hier wieder ein Aufschrei rum geht, Judo ist nicht nur WK. Das ist mittlerweile, glaub ich, so gut wie jedem in diesem Forum klar. Aber woher wissen wir denn, ob die Kodokan-Regeln jetzt "verboten" sind oder ob es nicht eher vielmehr eine Vereinheitlichung der WK-Regel ist und der Kodokan sich wieder mehr auf die anderen Dinge im Judo konzentrieren will, für WK's und deren Ausrichtung gibt es ja die IJF.
Eben diese Sichtweise ist gut.