IJF Regeln 2026
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Die IJF hat sich mal wieder ein paar kleinere Änderungen einfallen lassen:
https://www.youtube.com/watch?v=FLj5S7HEnGg
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Mit freundlichem Gruß
Fritz
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- nur_wazaari
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Re: IJF Regeln 2026
Man freut sich schon wieder drauf, wenn dieser größtenteils alberne Schwachsinn bis auf die kleinste breitensportliche Ebene leidenschaftslos und piekgenau umgesetzt werden wird. Abgesehen von den absoluten Grundregeln oder den Regeln zur Verletzungsprophylaxe ist mir schon seit mehreren Olympiazyklen kaum klar, nach welchen Prinzipien denn nun viele der Anpassungen stattfinden. Das wirkt alles dermaßen willkürlich, unsystematisch und zufällig, dass ich es einfach nicht ernst nehmen kann. Kann man auch schon daran erkennen, dass Formulierungen wie "too long" nicht definiert sind und die Ergänzungen zum Grifflösen in Echtzeit schwer nachzuvollziehen sein werden. Gerade das sind dann auch die Situationen, die oft entscheidend sind - das heißt: entschieden werden - weil es naturgemäß knapp zugeht.
Nicht überzeugend, ich spare mir mal die Spekulationen über die Gründe...
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- Hofi
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Re: IJF Regeln 2026
@nur_wazaari: Kannst Du bitte darlegen, was aus Deiner Sicht "größtenteils alberner Schwachsinn" ist.
too long: Wird sicher auf den KR-Schulungen noch konkretisiert. Und jeder kennt gerade im Breitensportbereich die Kämpfe, wo der Gegner eigentlich schon nicht mehr stehen kann und sich durch oft echt nervige Kunstpausen versucht zu regenerieren. Ich bin echt nicht der mit der besten Kondition, aber mich nervt sowas.
Das Grifflösen erscheint mir da jetzt nicht so kompliziert, man darf halt in gewissen Situationen wieder komplett lösen und muss nicht zwanghaft einen Griff behalten. Und Echtzeit ist eine Sache, es sind IJF-Regeln, da ist Care-System im Einsatz, in Bayern mindestens ab Landesebene und die Bezirke kriegen jetzt auch welche, damit man auch in der Liga auf Bezirksebene die KR daran schulen kann.
Yuko im Stand: Ja, man will wohl, dass mehr spektakuläre Situationen mit Wertungen belohnt werden bzw. so Sachen, wie bei Arschlandung einfacher machen, dass der KR nicht unterscheiden muss, eine Arschbacke oder zwei.
Da ist jetzt nichts dabei, was mich groß einschränken würde.
Gruß
Hofi
too long: Wird sicher auf den KR-Schulungen noch konkretisiert. Und jeder kennt gerade im Breitensportbereich die Kämpfe, wo der Gegner eigentlich schon nicht mehr stehen kann und sich durch oft echt nervige Kunstpausen versucht zu regenerieren. Ich bin echt nicht der mit der besten Kondition, aber mich nervt sowas.
Das Grifflösen erscheint mir da jetzt nicht so kompliziert, man darf halt in gewissen Situationen wieder komplett lösen und muss nicht zwanghaft einen Griff behalten. Und Echtzeit ist eine Sache, es sind IJF-Regeln, da ist Care-System im Einsatz, in Bayern mindestens ab Landesebene und die Bezirke kriegen jetzt auch welche, damit man auch in der Liga auf Bezirksebene die KR daran schulen kann.
Yuko im Stand: Ja, man will wohl, dass mehr spektakuläre Situationen mit Wertungen belohnt werden bzw. so Sachen, wie bei Arschlandung einfacher machen, dass der KR nicht unterscheiden muss, eine Arschbacke oder zwei.
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Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
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Re: IJF Regeln 2026
Also die Yuko-Beispiele hab ich nicht verstanden von der Erklärung her mit dem Winkel.
Vom Bild her sieht es so aus, als ob nun mittlerweile Würfe fast auf den Bauch belohnt werden sollen ...
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Mit freundlichem Gruß
Fritz
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Re: IJF Regeln 2026
Ursprünglich sollte mit Yuko bewertet werden, wenn Uke auf der Seite oder fast auf der Seite (nur ein bisschen Richtung Bauch gedreht) landet. Die Praxis auf der World Tour war aber, dass alles, bei dem Uke nicht flach auf dem Bauch oder auf beiden Knien landet, mit Yuko bewertet wurde. Die Regeln wurden hier schlicht die Praxis angepasst.
Die Griffkampfregeln begrüße ich, da ich sie für deutlich klarer halte, auch wenn - wie immer - abzuwarten ist, wie es umgesetzt wird und wie leicht es zu schiedsen ist.
Das "too long" etwas vage ist, finde ich auch. Abwarten, ob das noch konkretisiert wird. In gewisser Weise hat jetzt, über die Ermahnung, jeder Judoka das "Anrecht" auf eine Pause, weil es beim ersten Mal ja kein Shido gibt...
Grundsätzlich bleibt es das bekannte "Spiel", das es in vielen Sportarten gibt: Sportler passen sich taktisch den Regeln an, die daraufhin nachjustiert werden, worauf sich die Sportler wieder anpassen, ... Gleichzeitig muss man im Auge behalten, was über "schiedsbar" ist - man sieht nur Handlungen, keine Absichten, und auch bei den Handlungen ist nicht immer alles sichtbar.
Die Griffkampfregeln begrüße ich, da ich sie für deutlich klarer halte, auch wenn - wie immer - abzuwarten ist, wie es umgesetzt wird und wie leicht es zu schiedsen ist.
Das "too long" etwas vage ist, finde ich auch. Abwarten, ob das noch konkretisiert wird. In gewisser Weise hat jetzt, über die Ermahnung, jeder Judoka das "Anrecht" auf eine Pause, weil es beim ersten Mal ja kein Shido gibt...
Grundsätzlich bleibt es das bekannte "Spiel", das es in vielen Sportarten gibt: Sportler passen sich taktisch den Regeln an, die daraufhin nachjustiert werden, worauf sich die Sportler wieder anpassen, ... Gleichzeitig muss man im Auge behalten, was über "schiedsbar" ist - man sieht nur Handlungen, keine Absichten, und auch bei den Handlungen ist nicht immer alles sichtbar.
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Re: IJF Regeln 2026
Habe ich bereits und wenn es dich nicht einschränkt - ja ganz wunderbar. Ich hätte da schon ein paar Punkte, die mich zu meinem deutlichen Urteil kommen lassen:Hofi hat geschrieben: 08.01.2026, 12:21 @nur_wazaari: Kannst Du bitte darlegen, was aus Deiner Sicht "größtenteils alberner Schwachsinn" ist.
Die Erklärungen zu Yuko und Sankaku muten (zumal mit der Musik und der Überbelichtung) wie Partner-Yoga an und sind mit Blick auf die Praxis eher konfus. Wann landet Uke mal mustergültig? Die Diskussionen um die Wertungen werden weitergehen, die Videoanalysen werden (auch allgemein und weiterhin) mehr Zeit verschlingen als es die angeblichen Kunstpausen von Tori/Uke je tun würden.
Die Bewertung und anschließende Bestrafung von zu langen Pausen ist willkürlich und ohne Zeitangabe eher kontraproduktiv. Das ist nichts weiter als eine konditionelle Restriktion, eine veranstaltungstaktische Anpassung und hat mit Judo für sich nichts zu tun - abgesehen davon, dass es dafür vor nicht allzu langer Zeit sehr wohl schon eine Regel zu geben schien.
Die ergänzten Regeln zum Grifflösen werden in Echtzeit, in Echtgeschwindigkeit mit bloßen Auge zum Teil kaum korrekt zu bewerten sein und auch generell frage ich mich, wo da der Mehrwert sein soll. Eine konsequente Bestrafung von Verstößen blieb ja bisher auch aus, zudem sehen die so hochersehnten Zuschauer (und nicht nur die) hier erst recht nicht durch.
Ähnliches gilt für die gezeigten Sankaku-Techniken. Grob gesagt, ist der Pöter auch nur reflexrtig kurz in der Luft (denn das passiert, wenn Uke sich bewegen würde, macht er im Video aber nicht), bedeutet das Hansoku-make. Wäre eine Technik, von der ich meinen Athlet_innen bei diesem Regelwerk abraten würde.
Die Regeländerungen wirken wiederholt zum großen Teil frei erfunden und nicht aus einem auf Judo fokussierten Erkenntnisprozess abgeleitet. Wo ist da eine sportartspezfische Systematik zu erkennen? Wo bezieht man sich dabei auf Sinn und Zweck, "Geist" von Judo? Der einzige Sinn und Zweck scheint folgender zu sein:
"Profijudo" soll also noch schneller werden, voll dynamisch und so, verständlich und klar, daneben die Leute in die Arenen locken. Wird aber nicht passieren, das Gegenteil ist der Fall. Man kann sich ja gerne die Tribünen bei den großen Turnieren anschauen - mit wenigen Ausnahmen geradeso halbbesetzt, wenn überhaupt.
Systematisch ist allein die Inkonsistenz und die mangelnde Konstanz, die eine Art Betrieb am Laufen hält und die Profijudowelt beschäftigt, aber kaum zu irgendwelchen nachhaltigen Verbesserungen führt.
Gegenideen, aus dem Hut:
Yuko ist jeder aktive Gleichgewichtsbruch durch Tori mit Verlust des Fußkontakts auf der Tatami von Uke, denn nahezu alle so enstandenen Positionen sind für Uke potenziell sehr nachteilig und signalisieren eine deutliche Wirkung - es entsteht also ein kleiner Vorteil für Tori durch dessen Judotechnik. Zu bewerten wäre demnach dann nur, ob Toris Kuzushi ursächlich ist und nicht, ob Uke es schafft, sich maximalst möglich noch irgendwie zu verdrehen. Eine ungünstigere Position und ein größerer Vorteil ist es, wenn Uke fast auf dem Rücken landet - Waza-ari - oder eben komplett und überzeugend durch Tori kontrolliert mit beiden Schulterblättern auf den Rücken fällt - Ippon.
Nach einigermaßen exakt [...] Sekunden von Uke im Sitzen, Laufen etc. und z.b. Tori im Stand erfolgt einfach schlicht "Hajime". Wenn Uke dabei wiederholt passiv ist, dann gibt es ja die Passivitätsregeln. Dann wartet man halt nicht, bis beide wieder in der Ausgangsposition sind. "Weglaufen" am Kampfende ist ja ohnehin zu bestrafen, wird nur oft nicht durchgesetzt. Eine Durchschnittszeit zum Kleiderordnen und Haare binden kann man ermitteln und dann ansetzen, das ist easy.
Grifflösen nur dann bestrafen, wenn es in Passivität ausartet. Ich bin für eine möglichst hohe Anzahl an Griffvarianten. Es gibt für jeden Griff auch judogerechte Möglichkeiten, die zu lösen, zu kontern etc., auch egal wo am Judogi die nun ansetzen. Größere Freiheitsgrade könnten wieder viel mehr auf Fähigkeiten hinarbeiten lassen, die zum Beispiel Antizipation, Propriozeption, Taktilität umfassen und nicht ein Denken in bloßem Situationschaffen/-nutzen/-verhindern münden.
Insgesamt gilt: Der Betrieb schafft sich selbst Arbeit und Bedeutung, versucht den geschlossenen Kreis seiner Akteure zu beschäftigen...nur darum gehts dem.
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- Hofi
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Re: IJF Regeln 2026
Hi!
Das Video mag filmtechnisch verbesserungsfähig sein, aber:
- Bei den Yuko-Sachen wären sicher "Live"-Beispiele aus realen Wettkämpfen zielführender. Und genau dafür sind dann die KR-Schulungen da, inkl. der Trainerfortbildungen, die das klären werden. Ziel sehe ich hier, dass mehr zunächst spektakulär wirkende Aktionen, die am Ende mit geringer Trefferfläche enden, gewertet werden können. Bei der einen Arschbacke vereinfacht es zudem die Bewertung, weil man nicht mehr den Stress mit einer oder zwei Arschbacken hat. Und ja, Diskussionen um Wertungen wird es immer geben. Und ja, als Kämpfer nehme ich eine Pause in Kauf, wenn es dazu führt, dass es die korrekte Wertung gibt. Wenn aber der Kämpfer sich eine zusätzliche Regeneration verschaffen will, indem er rumtrödelt, ist das was anderes. Und auch dafür wird es KR- und Trainer-Fortbildungen geben.
- Sankaku: Hier wird für mich klar gezeigt, dass ein aktives, deutliches Anheben das Problem ist, das als Angriff auf die Wirbelsäule und damit Hansoku-make zu werten ist.
- Grifflösen: Ist Reaktion darauf, dass oftmals selbst bei geringfügigem Zug von Tori (der gar nicht als Lösen gedacht war) von Uke der Griff aufgegeben wurde, mit dem Ziel, Tori das Shido zuzuschieben. Ist also konsequent im Hinblick auch auf die letzte Änderung bei den Scheinangriffen oder den (nahezu) Wegfall des Raustretens.
Ich sehe hier insofern keine Inkonsistenz und dass nach Olympia bis zum Anfang des übernächsten Jahres, bei Olympia 2024 also bis Anfang 2026 nochmal Anpassungen kommen, ist bekannt. Auch weil sich natürlich die Kämpfer an die jeweiligen Regeln anpassen und man potentielle Fehlentwicklungen (taktisches Zuschieben von Shidos) unterbinden will.
Was Deine Gegenideen angeht:
Dein Yuko verabschiedet sich völlig vom traditionellen System im Judo, dass die Trefferfläche entscheidend ist. Und wenn die Position von Uke, der in Bank, Bauch, auf den Knien landet, so vorteilhaft ist, spricht doch nichts dagegen, dass Tori das dann nutzt.
Wenn man jetzt in die Regeln schreibt, nach xy Sekunden gehts mit Hajime weiter, wird es Spezialisten geben, die den Gegner damit in den Bodenkampf ziehen wollen. Was machst Du, wenn der stehende Partner aber keinen Bodenkampf will? Und nicht angreift. Beiden Shido wegen Passivitöt nach 20 Sekunden? Dann haben wir eine Variante des Guard-pulling aus dem BJJ. Halte ich für völligen Unsinn.
Ein Grifflösen, dass nur dem Lösen dient, ist grsl. negativ. Bei Deiner Lösung haben wir dann die gleiche Problematik, wann kommen wir in die Passivität, genauso wie bei "war das jetzt ein echter Angriff oder nur um die Rolle zu verhindern."
Das Video mag filmtechnisch verbesserungsfähig sein, aber:
- Bei den Yuko-Sachen wären sicher "Live"-Beispiele aus realen Wettkämpfen zielführender. Und genau dafür sind dann die KR-Schulungen da, inkl. der Trainerfortbildungen, die das klären werden. Ziel sehe ich hier, dass mehr zunächst spektakulär wirkende Aktionen, die am Ende mit geringer Trefferfläche enden, gewertet werden können. Bei der einen Arschbacke vereinfacht es zudem die Bewertung, weil man nicht mehr den Stress mit einer oder zwei Arschbacken hat. Und ja, Diskussionen um Wertungen wird es immer geben. Und ja, als Kämpfer nehme ich eine Pause in Kauf, wenn es dazu führt, dass es die korrekte Wertung gibt. Wenn aber der Kämpfer sich eine zusätzliche Regeneration verschaffen will, indem er rumtrödelt, ist das was anderes. Und auch dafür wird es KR- und Trainer-Fortbildungen geben.
- Sankaku: Hier wird für mich klar gezeigt, dass ein aktives, deutliches Anheben das Problem ist, das als Angriff auf die Wirbelsäule und damit Hansoku-make zu werten ist.
- Grifflösen: Ist Reaktion darauf, dass oftmals selbst bei geringfügigem Zug von Tori (der gar nicht als Lösen gedacht war) von Uke der Griff aufgegeben wurde, mit dem Ziel, Tori das Shido zuzuschieben. Ist also konsequent im Hinblick auch auf die letzte Änderung bei den Scheinangriffen oder den (nahezu) Wegfall des Raustretens.
Ich sehe hier insofern keine Inkonsistenz und dass nach Olympia bis zum Anfang des übernächsten Jahres, bei Olympia 2024 also bis Anfang 2026 nochmal Anpassungen kommen, ist bekannt. Auch weil sich natürlich die Kämpfer an die jeweiligen Regeln anpassen und man potentielle Fehlentwicklungen (taktisches Zuschieben von Shidos) unterbinden will.
Was Deine Gegenideen angeht:
Dein Yuko verabschiedet sich völlig vom traditionellen System im Judo, dass die Trefferfläche entscheidend ist. Und wenn die Position von Uke, der in Bank, Bauch, auf den Knien landet, so vorteilhaft ist, spricht doch nichts dagegen, dass Tori das dann nutzt.
Wenn man jetzt in die Regeln schreibt, nach xy Sekunden gehts mit Hajime weiter, wird es Spezialisten geben, die den Gegner damit in den Bodenkampf ziehen wollen. Was machst Du, wenn der stehende Partner aber keinen Bodenkampf will? Und nicht angreift. Beiden Shido wegen Passivitöt nach 20 Sekunden? Dann haben wir eine Variante des Guard-pulling aus dem BJJ. Halte ich für völligen Unsinn.
Ein Grifflösen, dass nur dem Lösen dient, ist grsl. negativ. Bei Deiner Lösung haben wir dann die gleiche Problematik, wann kommen wir in die Passivität, genauso wie bei "war das jetzt ein echter Angriff oder nur um die Rolle zu verhindern."
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Re: IJF Regeln 2026
Moin Hofi,
es ist ja jahrelange Praxis im internationalen Judozirkus, Regeländerungen einfach demütig und beflissen hinzunehmen, weil es ja der Sache dienen würde...
Dann schleift man halt ewig daran herum, eine never ending story, man macht sich auch offenbar im Vorhinein gar nicht die Mühe, irgendwas davon zu verifizieren, sondern testet die tollen Ideen direkt in vivo beim nächsten größeren Wettkampf.
Natürlich sind meine Vorschläge größtenteils Unsinn - das Gedankenexperiment und zum Beispiel deine Reaktion darauf zeigen: Man dreht sich beständig im Kreis und alle Geneigten nicken das, was die Autoritäten vorgeben artig ab, jedes Jahr aufs Neue und als sei das dann gottgegeben. Mag auch sein, dass einigen keine Wahl bleibt, wegen Broterwerb und so.
Wem es gefällt, ok, IJF-Judo ist eben Teil der Sport- und Unterhaltungsbranche (mit äußert wenigen Hauptprofiteuren) und sportfachliche Erwägungen sind eher am Rande interessant. Aber sinnvoll muss man das dennoch nicht finden und ob es der Entwicklung von Judo und dessen immer wieder als einzigartig verkauften Wertekanon weiterhilft...
es ist ja jahrelange Praxis im internationalen Judozirkus, Regeländerungen einfach demütig und beflissen hinzunehmen, weil es ja der Sache dienen würde...
Dann schleift man halt ewig daran herum, eine never ending story, man macht sich auch offenbar im Vorhinein gar nicht die Mühe, irgendwas davon zu verifizieren, sondern testet die tollen Ideen direkt in vivo beim nächsten größeren Wettkampf.
Natürlich sind meine Vorschläge größtenteils Unsinn - das Gedankenexperiment und zum Beispiel deine Reaktion darauf zeigen: Man dreht sich beständig im Kreis und alle Geneigten nicken das, was die Autoritäten vorgeben artig ab, jedes Jahr aufs Neue und als sei das dann gottgegeben. Mag auch sein, dass einigen keine Wahl bleibt, wegen Broterwerb und so.
Wem es gefällt, ok, IJF-Judo ist eben Teil der Sport- und Unterhaltungsbranche (mit äußert wenigen Hauptprofiteuren) und sportfachliche Erwägungen sind eher am Rande interessant. Aber sinnvoll muss man das dennoch nicht finden und ob es der Entwicklung von Judo und dessen immer wieder als einzigartig verkauften Wertekanon weiterhilft...
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- Hofi
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Re: IJF Regeln 2026
Hi!
Ich finde es immer noch schade, dass die Beingreifer raus sind. Das, was man damit abstellen wollte, hätte man mit schnellen Shidos für abgebeugtes Kämpfen in meinen Augen auch gelöst. Aber weder bin ich in der Position es zu ändern, noch möchte ich in diese Position gelangen.
Und natürlich schleift man immer wieder an den Regeln rum. Denn jeder Trainer, der Wettkämpfer hat, schaut sich die Regeländerungen an, sobald er sie zu Gesicht bekommt. Und man sucht, welche Möglichkeiten sich im technischen, aber auch taktischen Bereich ergeben. Und die Topleute finden da sicher deutlich mehr als ich, der ein Landesliga-Team coacht. Manches von dem, was wir Trainer finden, ist positiv, manches erscheint unerwünscht. Also muss man wieder anpassen.
Klar ist das ein Hase-und-Igel-Spiel. Aber selbst wenn wir Deine Vorschläge benutzen würden, würde das Spiel von vorne los gehen. Und dann?
Ich finde es immer noch schade, dass die Beingreifer raus sind. Das, was man damit abstellen wollte, hätte man mit schnellen Shidos für abgebeugtes Kämpfen in meinen Augen auch gelöst. Aber weder bin ich in der Position es zu ändern, noch möchte ich in diese Position gelangen.
Und natürlich schleift man immer wieder an den Regeln rum. Denn jeder Trainer, der Wettkämpfer hat, schaut sich die Regeländerungen an, sobald er sie zu Gesicht bekommt. Und man sucht, welche Möglichkeiten sich im technischen, aber auch taktischen Bereich ergeben. Und die Topleute finden da sicher deutlich mehr als ich, der ein Landesliga-Team coacht. Manches von dem, was wir Trainer finden, ist positiv, manches erscheint unerwünscht. Also muss man wieder anpassen.
Klar ist das ein Hase-und-Igel-Spiel. Aber selbst wenn wir Deine Vorschläge benutzen würden, würde das Spiel von vorne los gehen. Und dann?
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Re: IJF Regeln 2026
Ich würde das ja alles verstehen, wenn man zwischendurch auch mal Zeug verwirft und zu einem vorherigen Stand
zurückkehrt. Aber irgendwie wird immer nur weiter u. weiter an den Regeln herumgebastelt.
Beingreifer-Verbot ist da schon ein gutes Beispiel ...
Einfach die Dinger wieder erlauben und schon könnte man die ganzen
komplizierten Bildchen u. Überlegungen, wann beginnt u. endet der Bodenkampf, auch streichen ...
Mit freundlichem Gruß
Fritz
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Re: IJF Regeln 2026
Hi!
Dann muss man halt überlegen, welche Fehlentwicklungen man mit der neuesten Anpassung abstellen wollte. Letztlich muss man dann also für zwei (oder mehr) Probleme gleichzeitig eine Lösung finden, anstatt nur für die aktuellste. Ich sage gar nicht, dass das nicht wünschenswert wäre. Aber einfacher ist es oft, eben das akute Problem zu adressieren.
Dann muss man halt überlegen, welche Fehlentwicklungen man mit der neuesten Anpassung abstellen wollte. Letztlich muss man dann also für zwei (oder mehr) Probleme gleichzeitig eine Lösung finden, anstatt nur für die aktuellste. Ich sage gar nicht, dass das nicht wünschenswert wäre. Aber einfacher ist es oft, eben das akute Problem zu adressieren.
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Re: IJF Regeln 2026
da hast du ausgerechnet das schlechteste Beispiel gegriffen. Auch mit Beingreifern wäre die Problematik Übergang Boden-Stand vorhanden, denn wann ist es ein bewertbarer Wurf und wann eine Aktion in Ne-shisei?Fritz hat geschrieben: 28.01.2026, 00:13 Beingreifer-Verbot ist da schon ein gutes Beispiel ...
Einfach die Dinger wieder erlauben und schon könnte man die ganzen
komplizierten Bildchen u. Überlegungen, wann beginnt u. endet der Bodenkampf, auch streichen ...
Mit der Mattenrandregelung sind sie ja wieder zurückgegangen, nachdem im letzten Olympiazyklus Judo teilweise wie Sumo aussah.Fritz hat geschrieben: 28.01.2026, 00:13 Ich würde das ja alles verstehen, wenn man zwischendurch auch mal Zeug verwirft und zu einem vorherigen Stand
zurückkehrt. Aber irgendwie wird immer nur weiter u. weiter an den Regeln herumgebastelt.
Ansonsten ist es wie bei allen Regeländerungen, erstmal ein paar Wettkämpfe vergehen lassen. Paris ist nächstes Wochenende, da wird man es das erste Mal sehen.
Die großen Entscheider treffen sich im Mai ja schon wieder, mal gucken welches Rad sie dann neu erfunden haben.
Re: IJF Regeln 2026
Da sehe ich kein Problem mit - also ich finde ja gut, daß sie versuchen, auch Würfe gegen jemand in der Bodenlage zu werten - da könnte die Festlegung ja sein, sobald einer steht und aus dem Stand heraus einen Wurf durchführt (kann dann gern auch eine Opfertechnik sein) wird das Ding bewertet - unabhängig davon, ob der andere liegt, kniet oder steht - fertig.caesar hat geschrieben: 02.02.2026, 02:57 da hast du ausgerechnet das schlechteste Beispiel gegriffen. Auch mit Beingreifern wäre die Problematik Übergang Boden-Stand vorhanden, denn wann ist es ein bewertbarer Wurf und wann eine Aktion in Ne-shisei?
Aber es würde niemand bestraft werden, weil er die Hand am Bein hat und der KaRi feststellt, daß es ja gar kein Bodenkampf mehr ist ...
Ok, k.A. ob es wirklich ein Zurückgehen war, aber immerhin wohl eine Verbesserung ...caesar hat geschrieben: 02.02.2026, 02:57 Mit der Mattenrandregelung sind sie ja wieder zurückgegangen, nachdem im letzten Olympiazyklus Judo teilweise wie Sumo aussah.
Auch bei den Faßarten u. Grifflösereien, hatten sie dann doch wohl auch was verbessert, Zurückgehen wäre m.E. hier, wenn sie einfach
den Leuten komplett freistellen, wie gegriffen wird und man wie Griffe wieder los wird, aber den KaRi halt auch ermächtigen, bei zu langem
Herumgegrapsche Passivitäts- und Scheinangriffs-Strafen zu verteilen ...
Mit freundlichem Gruß
Fritz
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Re: IJF Regeln 2026
Sowas führt immer zu leidigen Diskussionen am Mattenrand, warum kriegt der jetzt das Shido, der andere auf Matte 3 hat das doch viel schlimmer gemacht und nichts bekommen. ach der KR hat immer ein Problem mit dem Verein....ber den KaRi halt auch ermächtigen, bei zu langem
Herumgegrapsche Passivitäts- und Scheinangriffs-Strafen zu verteilen ...
Nein, klare Regeln machen da schon Sinn.
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Re: IJF Regeln 2026
Ein gewisse Unwägbarkeit bei solchen Sachen würde aber sicherlich taktisches Verhalten, welches auf eine gewisse Ausreizung von Regeln abzielt, unattraktiv für die Akteure machen.Hofi hat geschrieben: 03.02.2026, 12:37 Sowas führt immer zu leidigen Diskussionen am Mattenrand, warum kriegt der jetzt das Shido, der andere auf Matte 3 hat das doch viel schlimmer gemacht und nichts bekommen. ach der KR hat immer ein Problem mit dem Verein....
Nein, klare Regeln machen da schon Sinn.
Also in dem Sinne, wie es mal von den KaRis bei der Mattenrand-Regel formuliert wurde ...
Mit freundlichem Gruß
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Re: IJF Regeln 2026
Hi!
Ich fürchte eher, dass es zu taktischem Austesten führen würde und einer Video-Analyse der Kampfrichter, wer gibt wie schnell die Shidos. Und vielleicht bin ich da als Anwalt berufsbedingt etwas konservativer, aber Regeln müssen klar, ihre Auslegung in sich möglichst gleichförmig sein. Und am Wochenende privat habe ich keinen Bock, dann solche Diskussionen zu führen.
Ich fürchte eher, dass es zu taktischem Austesten führen würde und einer Video-Analyse der Kampfrichter, wer gibt wie schnell die Shidos. Und vielleicht bin ich da als Anwalt berufsbedingt etwas konservativer, aber Regeln müssen klar, ihre Auslegung in sich möglichst gleichförmig sein. Und am Wochenende privat habe ich keinen Bock, dann solche Diskussionen zu führen.
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