Unser Habitat brennt

Hier könnt ihr über Gott und die Welt reden.
HBt.
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Unser Habitat brennt

Beitrag von HBt. » 25.07.2018, 11:00

Kausalitäten!? (siehe auch viewtopic.php?f=24&t=9224) Fehlanzeige.


#
Es besteht akute Lebensgefahr in unseren Breitengraden,
ganz Schweden brennt, Griechenland ebenso -> Spanien & Portugal sowieso' immer, jedes Jahr.

In Hannover Herrenhausen beträgt seit Wochen, sogar Monaten ... auch noch abends beträgt die Lufttemperatur
locker 30°C. Gestern waren es 34,5°C [19:00 Uhr], heute knacken wir die 40°C-Marke.

Auch das trinkbare Wasser wird weltweit knapp;
bisher dachte ich, wir (die Menschheit) würden erst in der Mitte des 21. Jahrhunderts aussterben - doch mit dieser
subjektiven Prognose lag ich voll daneben, es wird schneller voranschreiten und damit früher beendet sein.

Schade, wir Menschen hatten etwas Besonderes an uns.

Jetzt ist der Planet (deutlich) überbevölkert und wird unaufhaltsam wärmer und wärmer. Doch anstatt das Licht endlich einmal auszuschalten (nur ein winziges Beispiel),
bestellen wir uns etwas Nettes bei AMAZON (u.a. Wettbewerbern), kaufen uns ein neues Automobil - endlich mein heißgeliebter SUV, er ist ja so sparsam, so leicht, so langsam und sicher, ...

Mein SMARTPHONE, so schön und so energieeffizient - weil LED's ja keine elektrische Energie mehr benötigen, sie sind ja so sparsam, sie fressen keinen STROM (die Strömung [Transport] von elektrischen Ladungsträgern) ... auch ich selbst bin kein Ofen, meine Kerntemperatur beträgt keine 36°C und ich führe keinen Gasaustausch durch, nein nein ...

:BangHead


Heute ernährt (in jeder Hinsicht) uns das Internetz & mit meinem Miner schürfe ich Bitcoins,

HBt.
:(

Psst
Nur eine App (Application) für unser Smartphone (ehemalige Telefonzelle - mit Spielekonsole und IQ-Downgrader) kann die Menschheit vor dem sofortigen Ende retten, doch vorher kaufe ich mir noch eine Tüte (ehemals einen Bund) Teerosen aus Israel oder anderes Obst (& Gemüse) aus einem der großen Wüstengewächshäuser (z.B. Spanien) ... es ist ja so preiswert' diese Güter gekühlt um den Globus reisen zu lassen, stündlich.

Ach,
oder ich buche eine dreimonatige Kreuzfahrt - bezahlen lasse ich selbstverständlich die Allgemeinheit (vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer) dafür, ist doch klar ;-).

Jeder einzelne Mensch kann etwas tun,
leider sind immer nur die anderen Menschen schuld. Geht es mir gut, gibt es nur mich und ich bin unsterblich ... Leider, leider tut nur niemand etwas, während die Kassen (der Aktionäre) durch Dividenden weiter gefüllt werden.

Uroma PRIMARK unermesslich reicher wird, kurz vor ihrem 80sten Geburtstag ;-).

Ist doch alles schön, Terroristen ballern rum und deutsche Polizisten wünschen sich mehr Sicherheit durch blau blinkende Schutz/ äh Warnwesten (mit LEDs natürlich, die fressen bekanntlich keinen Strom).

:BangHead


*Ironie?*

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Elektrische Verbraucher ...

Beitrag von HBt. » 25.07.2018, 11:48

stellen mittlerweile den letzten Sargnagel dar.

Bitte ausschalten, d.h.
vom Energienetz trennen.

Auch die vielen kleinen, smarten (intelligenten?) Helferchen im Haushalt & Automobil -> ausbauen und verschrotten.

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Noch haben wir die 40°C-Marke ...

Beitrag von HBt. » 26.07.2018, 11:18

nicht erreicht, doch das wird in den nächsten Tagen noch zu schaffen sein (davon bin ich überzeugt!).

Gestern beinahe durchgängig 36°C in den Nachmittags- u. Abendstunden, der absolute Spitzenreiter in unserer Region soll
Barsinghausen sein, mit immerhin offiziellen 37,5°C.

Beinahe 19 Sonnenstunden täglich machen es möglich, 23h - 4h = 19h (Sonnenuntergang abzgl. Sonnenaufgang gleich Sonnenstunden),
wow' wann hat es dieses Phänomen schon einmal Ende Juli gegeben?

Heute morgen konnte ich den Bauern dabei beobachten wie er BRANDSCHUTZSCHNEISEN ins staubtrockene Feld pflügt.
Jetzt stellt sich wieder einmal die Frage was können wir Menschen tun?

Was wir tun werden ist ganz einfach zu beantworten: wir konsumieren weiter, unser Energiebedarf wird weiter steigen und die durchschnittliche
Jahreslufttemperatur ebenfalls, es wird wärmer und wärmer.




#
Übrigens ist der DEUTSCHE innerhalb EUROPA(s) der König des pro Kopf VERPACKUNGSMÜLL(s), warum ist das so?

Weil wir die großvolumigen Umverpackungen lieben. Es ist einfach nichts enthalten, die eigentliche Portion ist klein -> doch das Gegenteil existiert ebenfalls und nennt sich "supersize me",
auch deshalb werden wir (vielfach die Unterschicht == sozial benachteiligte Bevölkerung, Mediamarktbesucher, ... ) immer dicker!
Aber Essen & Trinken zum Mitnehmen, also synonym benutzt spricht man auch vom coffe to go, wieder eine weitere äußerst beliebte Freizeitbeschäftigung - und diese sichert Arbeitsplätze.
Dicht gefolgt vom wirklich beliebtesten Spiel aller Deutschen, dem Versandhandel:
"ich kauf mir was, kaufen macht so viel Spaß, ich möchte ständig kaufen geh'n, Kaufen ist wunderschön, ich kauf, ich kauf, was ist egal ..." [H. Grönemeyer, Kaufen (c)1983]


:irre

:BangHead.


Hossa

:argue.



(Bem.: Die Lufttemperatur wird immer im Schatten bestimmt.)

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Re: Unser Habitat brennt

Beitrag von Fritz » 26.07.2018, 17:23

HBt. hat geschrieben:
26.07.2018, 11:18
Jetzt stellt sich wieder einmal die Frage was können wir Menschen tun?
Ausreichend trinken, nachts gut lüften, tagsüber Fenster schließen, Jalousien u. Rollos nutzen, kalt duschen ...
Anstrengungen im Freien vermeiden ... Das wären zumindest mal die persönlichen Akutmaßnahmen.


Mittelfristig würde ich sagen:
Bäume pflanzen, gerade in Städten, Häuserwände begrünen, Zisternen bauen ...
Für humusreichen Boden sorgen, Grasschnitt im Garten nicht wegschmeißen,
sondern damit den Boden bedecken - hält Unkraut nieder und reduziert Verdunstung ...
Sonnenenergie einfangen und sinnvoll speichern u./od. damit Kältemaschinen betreiben ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Unser Habitat brennt ...

Beitrag von HBt. » 28.07.2018, 11:45

und in Potsdam der Wald.

Das Trinkwasser in Niedersachsen wird knapp, der notwendige Wasserdruck zum Löschen von Bränden kann nicht mehr aufrechterhalten werden - aus den Hydranten kommt einfach nichts raus, maximal ein sanftes Plätschern.
Der Druck in manchen Dörfer ist so niedrig, dass man das Löschwasser aus dem benachbarten Mittellandkanal pumpen muss -> ich habe es erlebt, schon zweimal. Manche Gebäude brennen u.U. drei Tage und länger.

Warum halten wir still? (und warum akzeptieren wir "kontrolliertes Abbrennen" 'lassen', warum wird nicht gelöscht /Vorsorge, Brandverhütung?) Weil der Mensch dumm, feige und bequem ist - "Mund auf & Löffelchen rein", deshalb.


#
Was kann man langfristig tun:
- anders bauen (flach, halb unterirdisch, Fassaden & Dachbegrünung)
- Mooswände zur Luftreinigung in den Städten aufstellen
- Güterverkehr auf die Schiene legen (die gesamte Logistik umstellen)
- weniger konsumieren /einfach nichts kaufen das man nicht wirklich benötigt
- das Smartphone ausschalten und weglegen /nur wenn ich es wirklich benötige nutzen, eine Therapie anstreben um mich von diesem Teddybärersatz freizumachen
- von den üblichen drei Monitoren am Arbeitsplatz (was tun wir eigentlich den ganzen Tag über???) zwei ausschalten (vom Netz trennen)

- den allgemeinen Energiebedarf (Verbrauch == Umwandlung in resultierende Wärme) senken, ausschalten (Stecker aus der Steckdose ziehen) -> das ist auch gleichzeitig ein ziemlich guter Ansatz im allgemeinen Brandschutz
- den Individualverkehr mittels SUV (ehemals PKW) drastisch einschränken, nicht jeder darf zu jeder Zeit überall hinfahren

- Kreuzfahrten (schwimmende Shoppingmalls & Sklavenhaltung der ausgebeuteten Arbeiterbienen aus den Philippinen ...) in der jetzigen Form verbieten.

Wer heute eine Kreuzfahrt bucht ist ein Verbrecher! Nur ein kleines Beispiel: alleine die Luftverschmutzung (Schwefel, Stickstoff -> Oxide) in der Lagune (nehmen wir Venedig) ist durch die Megamonster bedingt
höher als in Stuttgart zur Hauptverkehrszeit (siehe Messungen des NABU). Die Wasserverdrängung bewirkt im Flachwasser kleine Tsunamis, mit einem ordentlichen Sog an den uralten und neuen Fundamenten der Stadt, abertausende Touristen bevölkern noch um Mitternacht die Lagune -> lärmen, randalieren, haben öffentlich Geschlechtsverkehr auf der Rialtobrücke ... etc.pp.

Kreuzfahrten und Billigflüge,
sowie Flüge mit dem bekannten Düsenantrieb sind eines der bekanntesten Probleme /und Ursache selbst ---> die Lösung lautet, einfach nicht "aus Spaß fliegen".

- Abgasreinigung und Aufbereitung in Flugzeugen (beim Jet geht das nur leider nicht) sowie beim Schiffsdiesel müssen zum Standard werden
- Schwerölverklappung sofort unterbinden

- das elektrische LICHT in den BÜROKOMPLEXEN bitte tagsüber ausschalten !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Was kann man wirklich tun? Vernüftig handeln /bescheiden im Wohlstand leben -> verantwortungsbewusst, jeden Tag.



Doch all dieses werden wir nicht tun, wir werden auf gar keinen Fall unser trinkbares Süßwasser schützen, wir werden auf gar keinen Fall uns disziplinieren und einschränken (bescheiden), wir werden auch weiterhin das LEBEN geringschätzen, Wälder systematisch abholzen, riesige Felder monokulturell bewirtschaften, Saatgut (jetzt) von Bayer kaufen ...


Viele Menschen wissen was man tun müsste /sollte (die Verhaltensregeln) um auf diesem einzigartigem Planeten leben zu können, doch wir zerstören froh und munter unseren Lebensraum. Mir kann es ja völlig schnuppe sein, wie viel Zeit bleibt mir noch ?! Doch was hinterlasse ich meinen Kindern oder Ihren /Deinen Kindern?



Wer ist schuld? Noch geht es ja, 36°C noch um 23:00 Uhr - hoch die Tassen, äh ...... das Weißbierglas.



##
Übrigens ist es sehr angenehm Angehörige und andere Patienten an Lungenerkrankungen (im Volksmund Krebs) beim Sterben zu begleiten, wirklich sehr angenehm :?

:eusa_clap
:irre


Egal,
wir machen weiter wie bisher -> der Rubel rollt, die Nullzinsblase spült Gewinne in die deutsche Wirtschaft - bis sie platzt. Per Taschentelefonzelle rufen wir unseren Partner an (permanente Belästigung),
weil wir gerade beim ROSSMANN vorm Regal stehen und nicht mehr in der Lage sind selbständig Entscheidungen zu treffen -> das Smartphone macht es möglich. Der Akku muss geladen werden, wir generieren, heizen uns ein,
mit dem billigen Chinaschrott, dem Steckernetzteil vom Mediamarkt um die Ecke (selbstverständlich fahre ich dort mindestens dreimal täglich hin, schließlich bin ich vergesslich geworden, benötige Kompensation und Belohnung
/Glücksgefühlshormoncocktail /Endorphine /mein körpereigens Morphin) ...
Zuletzt geändert von HBt. am 01.08.2018, 09:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Energie

Beitrag von HBt. » 28.07.2018, 12:00

  • Effizienz -> das wird der deutsche Steuerzahler (nur der einfachstrukturierte Bürger) demnächst finanzieren
    die Wende -> fossile Brennstoffe werden verbrannt (und das benötigen wir schon einmal gar nicht, das bringt uns den sicheren' vorzeitigen Tod), Windkraftanlagen stehen still (sind nicht recyclebar, ihre allgemeine Betriebszeit /Laufzeit, ihr Leben, beträgt oftmals keine fünf Jahre ... !)


Wir machen einfach alles richtig :eusa_think :boxing.


HBt.


Psst' vor zwei Tagen ist in meiner Nachbarstadt die Energieversorung zusammen gebrochen, kein Strom mehr. Nach offiziellen Informationen lag es am Wurzelwerk im Untergrund, "das ich nicht lache" :crybaby.

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Die Waschmaschine

Beitrag von HBt. » 28.07.2018, 12:16

Schnell vergessen wir das mit dem Anlegen eines Megaliners in Venedig (zum Beispiel) sehr hohe Summen in eine türkische Privatbank gespült werden, staatlich finanziert, gegründet & unterstützt, täglich.

#
Es geht nur ums Geld oder um die Umfragewerte und meine Wiederwahl zur Mutti der Nation (gerne auch der Welt!?).

Nachhaltig wird nur eben dieses System (gewinn)optimiert, es wird noch sicherer und dabei noch effizienter gestaltet - und wir tun nichts, kollegtiver Fatalismus greift um. Zur Belohnung erhalten VW-Mitarbeiter im nächsten Jahr sechs Tage mehr Jahresurlaub ... schön stillhalten ;-).


Hossa.

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Re: Unser Habitat brennt

Beitrag von Fritz » 28.07.2018, 14:40

Also erstmal - Energie sollte an sich nicht das Problem sein - gerade nicht jetzt, im Sommer, wo die Sonne so freigiebig liefert.
Wenn "wir" so blöd sind, diese nicht einzufangen bzw. geschickt zu speichern, dann wäre das der Ansatzpunkt ...

Smartphones - nun ja - prinzipiell hab ich an sich gegen die Dinger nichts, außer daß der Akku nicht lange hält und sie viel Platz wegnehmen
- darum habe ich noch ein altes Aufschiebe-Telephon. Ins Internet geh ich mit dem Ding nicht, daß mach ich am Rechner - der läuft natürlich
dann ;-) Aber ich sehe bei den Dingern durchaus ihren Nutzen, sie vereine viele Sachen, wo Leute früher viel Zeug einzeln mit rumgeschleppt haben:
Video-Kamera, Photoapparat, GPS-Gerät, Navi, elektronische Notizbücher, Taschenrechner usw. usf.
Ich sehe auch in individueller Erreichbarkeit einen sozialen Vorteil gegenüber der ortsfesten Telephone, wo man sich immer nie sicher sein konnte,
wer ran geht ... oder wer einen Anruf entgegen nimmt, den man selbst erwartet usw. usf.
Der Rest ist natürlich eine Erziehungsfrage, regelmäßig die Kinder- u. Jugendlichen, auch andere Erwachsene dafür sensibilisieren,
daß man es für extrem unhöflich bis beleidigend empfindet, wenn im Gespräch, in geselliger Runde, die Dinger mehr als flüchtige Aufmerksamkeit bekommen
und einen das sinnlose Gepiepe u. Gezwitscher der Geräte bei jedem eintreffende Furz, extrem aggressiv macht ...

Individual-Verkehr halte ich für ein Grundrecht, Behinderungen in dieser Beziehung sind für mich Zeichen totalitärer Regimes.
Wenn Leute heutzutage in einem modernen SUV gern rumfahren, der deutlich weniger Schadstoff ausstößt, also die Karren vor 10 Jahren und auch
weniger Treibstoff säuft, sehe ich das Problem nicht. Ansonsten ist es eine einfach Überlegung. Jeder einzelne ab 18Jahre u. mit Führerschein,
kann exakt nur in genau einem Fahrzeug sitzen. Will man weniger Fahrzeuge auf den Straßen haben,
sollte man einfach dafür sorgen, daß die Bevölkerungszahl sinkt - was sie eigentlich auch seit Jahren tut. Sozusagen sich als Land / Kontinent
gesundschrumpfen - dazu müßte man aber natürlich auch bereit sein, sein Territorium zu schützen, nicht daß da Begehrlichkeiten geweckt werden ...
Abgesehen davon, habe ich noch nie verstanden, warum Leuten, die einfachste physikalische u. logische Zusammenhänge, geschweige denn
Rücksichtsnahme nicht begreifen konnten u. daß
auch regelmäßig im schulischen Werdegang dokumentiert haben, komischerweise regelmäßig gelingt, eine Führerschein-Prüfung zu bestehen.
Auch hier wäre sicherlich ein Ansatzpunkt, um den Verkehrsdruck zu senken - ohne pauschal alle zu schikanieren. ;-)
Da ich beruflich ein bissel Einblick in Belange des öffentlichen Nahverkehrs habe - also ich glaube nicht, daß oft nahezu leer umherfahrende
Busse jetzt so der Umwelt zu gute kommen, wie uns oft weisgemacht wird ;-)

Ich wäre ja auch sehr für Elektro-Autos (gerade vor dem Hintergrund gelegentlichen Strom-Überangebotes),
aber irgendwie vermisse ich da ausreichende Lade-Infrastruktur und ich bezweifle sehr, daß Städte u. Gemeinden,
deren Ehrgeiz es ja oft ist, massiv Parkplätze zu vernichten u. den Verkehr, wo es nur geht, zu behindern, da mal in Vorleistung gehen und vernünftige
Konzepte erarbeiten u. umsetzen.
Und von wegen Strom-Überangebot: Der größte Witz ist ja, daß Leuten per Umlage für die Solar-Anlagen auf den Strompreis was aufgeschlagen wird und
dann der Überschuß-Strom sonst wohin "verschenkt" wird. Wieso wird es denn nicht für den eigentlichen Kunden nicht billiger, wenn zuviel Strom da ist,
hier könnte ich mir ein "Smartphone-Anwendung" vorstellen, wo man informiert wird - jetzt kostet die kWh so und soviel für x min und zack -
schon kann man ein paar Verbraucher mehr einschalten (E-Auto laden, Klima-Anlage kälter drehen, Waschmaschine o.ä. starten, Akkus laden usw. usf.
gewerblich gibt es da ja bestimmt noch ein paar Möglichkeiten in energieintensiven Branchen mehr)

Was ich sagen will, nicht die Technologie an sich ist das Problem, sondern die Unfähigkeit, das Potential von neuen Technologien zu erkennen und
diese geeignet zu verknüpfen und zu nutzen ...

Den Spruch mit der nach 5 Jahren stehenden Windkraft-Anlagen verstehe ich nicht, die Dinger sind normalerweise
für deutlich längere Betriebszeiten konzipiert, wenn seriös geplant wurde. Nach fünf Jahren kommen sie mit etwas Glück in die Gewinnzone.
Sicherlich wird es ein paar Betrüger geben u. auch ein paar Fehlplanungen, aber in der Masse sollte es passen, sonst
würde es sich ja rumsprechen, daß eine Investition in Windparks eher eine schlechte Idee sei ...
HBt. hat geschrieben:
28.07.2018, 12:00
Psst' vor zwei Tagen ist in meiner Nachbarstadt die Energieversorung zusammen gebrochen, kein Strom mehr. Nach offiziellen Informationen lag es am Wurzelwerk im Untergrund, "das ich nicht lache" :crybaby.
Nun ja, kurzfristig "margenorientiertes" Denken von Betriebswirten führt bei Unternehmen, die Aufgaben wahrnehmen, die eigentlich hoheitliche Aufgaben wären (Bahn, Post, Polizei, Landesverteidigung, Energieversorgung, Gesundheitswesen, Bildung ...) oft dazu, daß Investitionen zur Bestandserhaltung mit Blick auf die Quartalszahlen dann eben nicht getätigt werden,
und halt nicht jeder im Land an jeder Stelle in den (bezahlbaren) Genuß der entsprechenden Dienstleistung kommt ...
HBt. hat geschrieben:
28.07.2018, 11:45
Das Trinkwasser in Niedersachsen wird knapp, der notwendige Wasserdruck zum Löschen von Bränden kann nicht mehr aufrechterhalten werden - aus den Hydranten kommt einfach nichts raus, maximal ein sanftes Plätschern.
Der Druck in manchen Dörfer ist so niedrig, dass man das Löschwasser aus dem benachbarten Mittellandkanal pumpen muss -> ich habe es erlebt, schon zweimal. Manche Gebäude brennen u.U. drei Tage und länger.
Keine Angst, demnächst wird dann wieder über Hochwasser gejammert.
Und zwischenzeitlich werden weiter fleißig Wasserstraßen ausgebaut, begradigt, Dämme gebastelt, Flächen versiegelt usw. usf.
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Eines der Probleme sind ...

Beitrag von HBt. » 30.07.2018, 09:37

Den Spruch mit der nach 5 Jahren stehenden Windkraft-Anlagen verstehe ich nicht, die Dinger sind normalerweise
für deutlich längere Betriebszeiten konzipiert, wenn seriös geplant wurde.
die Flügel.


Übrigens, kein einziger SUV ist im üblichen Kurzstreckenverkehr dieselsparender als zum Beispiel ein alter Golf 1/oder 2 GTD.
Fahrverbote (temporär) müssen leider her, ...

Und die Angelegenheit mit dem ÜBERSTROM-Angebot musst Du mir erklären, I = U / R !!!

Nein, lass sein - ich verstehe Deinen Gedanken, auch wenn die Argumentation die Physik verdreht ;-).


#
Flächenversiegelung
ist allerdings ein interessantes, weiterführendes Thema.


---> wir setzen also auf antiautoritäre Erziehung und plötzlich vom himmelgefallenes Verständnis & Vernunft beim Menschen, in diesem Fall glaube ich nicht daran 'Fritz'.


Halleluja,

HBt.

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Nachhaltige Sofortmaßnahmen

Beitrag von HBt. » 30.07.2018, 21:08

Individual-Verkehr halte ich für ein Grundrecht, Behinderungen in dieser Beziehung sind für mich Zeichen totalitärer Regimes.
Ganz und gar nicht, mir geht es nicht darum Grund- u. Menschenrechte zu beschneiden. Sie werden eh mit Füßen getreten; mal mehr, mal weniger.
Wir (alle) müssen uns demokratisch um einen Maßnahmenkatalog zum sofortigem Klimaschutz (Luft, Wasser, etc.pp. eingeschlossen) bemühen und entscheiden, also einigen.

'Fritz',
Du scheinst mir REGELN mit "Behinderungen" gleichzusetzen. Es müssen verbindliche Regeln her, d.h. Verstöße werden durch Sanktionen geahndet.

Sorgen diesbzgl. musst Du Dir keine machen, es passiert (geschieht) gar nichts in dieser Richtung. Globaler Umwelt-u. Klimaschutz (Umwelt == Klima) wird nicht kommen, so lange man die Zitrone pressen kann
- ist erst einmal der allerletzte Tropfen Saft gepresst, ist es sowieso zu spät.

Wusstest Du das es für aktive Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter (eines ...) ... Stromdebütat gibt?



Elektrische Verbraucher ausschalten,
mehr kann man (ich) nicht mehr dazu sagen ---> adaptives Tagfahrlicht gehört ebenfalls dazu, Tagfahrlicht: meine individuelle Lichtsignatur. Verrückt!


In einem Punkt gebe ich Dir wieder einmal recht: viele Lizenznehmer gehören nicht hinter das Steuer eines KFZ, scheinbar. Und dazu zählen Männer, Frauen, Opa und Oma gleichermaßen - doch wie will man dieses Gefühl (Eindruck) messen / erkennen / entscheiden / beurteilen.
Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, Prüfungen bestanden -> Fahrerlaubnis erteilt. Fertig.


#
Frau BundeskanzlerIn hat es nicht leicht, ich möchte nicht in ihrer Haut stecken.


Grüße aus 32°C warmen Wohn- u. Schlafräumen,

HBt.

PS
Hier bricht mittlerweile der Asphalt auf (tiefe Furchen und Risse), der normale Bodenbelag auf Wegen, Feldern ebenfalls - sieht interessant aus. Mal sehen was uns der nächste Sommer (April bis Oktober) 2019 bringt. Wenn der Landwirt keinerlei Erträge mehr erzielen kann, wie sollen wir die Zuwanderer ernähren?

"Fürchte Dich nicht, siehe da, auf dem Feld, die Vögel, sie säen nicht, sie ernten nicht - doch der Herr ernährt sie trotzdem."

;) :rofl


Genug gejammert, dass Bier steht kalt :D.

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Re: Unser Habitat brennt

Beitrag von Fritz » 30.07.2018, 22:05

HBt. hat geschrieben:
30.07.2018, 21:08
Du scheinst mir REGELN mit "Behinderungen" gleichzusetzen. Es müssen verbindliche Regeln her, d.h. Verstöße werden durch Sanktionen geahndet.
Läuft doch immer darauf hinaus, sobald es um Verkehr (aber nicht nur da) geht ...
HBt. hat geschrieben:
30.07.2018, 21:08
Wenn der Landwirt keinerlei Erträge mehr erzielen kann, wie sollen wir die Zuwanderer ernähren?
Wie werden die denn jetzt ernährt?
Ansonsten heißt es für uns, einfach den Gürtel enger zu schnallen und/oder ordentlich mehr fürs Essen bezahlen ...

Ich denke, die Landwirtschaft wird schon lernen sich auf solches Wetter einzustellen, ist ja nicht das erste Mal, daß es warm ist.
Evt. muss halt der Boden wieder durch Gründüngung und geeignete Fruchtfolgen dahingehend verbessert werden, daß er mehr Humus
enthält und damit auch Wasser besser bindet - denn Wasser ist ja eigentlich genug da, da waren bspw. voriges Jahr im Herbst,
ganze Keller mit voll ... Hab auch mal gehört, daß ökologische Landwirtschaft in guten Jahren zwar nicht so hohe Erträge liefert, wie die chemisierte, dafür aber
in schlechten Jahren besser dasteht - da bin ich mal gespannt, wie es dieses Jahr ausfällt ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Die deutsche Landwirtschaft

Beitrag von HBt. » 31.07.2018, 09:30

wird sich darauf einstellen -> nur nicht so wie Du Dir (oder vielleicht auch ich mir???) das vielleicht naiv vorstellst.

An meinem Schlafplatz kann ich mir direkt ein Bild verschaffen, vergleichen und mit modernen Bauern und mit ökologischen Bauern sprechen.



'Fritz',
die Angelegenheit mit unserem trinkbaren Wasser siehst Du viel zu positiv - schön das Du guter Hoffnung bist, es ändert nur nichts (und wenn alle Menschen nur noch guter Hoffnung sind, nähert sich das Monopoly-Spiel noch viel schneller dem Ende, in der letzten Phase befinden wir uns schon) am Sachverhalt.

Denke doch einmal an die Nitratbelastung, die ist zwar schon ein alter Hut (und darauf baut man gerne, auf alte Hüte!), deshalb aber nicht vom Tisch. Täglich müssen wir immer (tiefer bohren) mehr mit noch unbelastetem Grundwasser verdünnen ...



Gruß,
HBt. (der den Klimawandel nicht leugnet)



PS

Da das Wetter immer ein natürliches Phänomen darstellt, ist doch alles in Ordnung , alles normal. Alle Prognosen (und Warnungen, ... die wir mittelalten Käsesorten alle seit mindestens 40 Jahren kennen sollten) sind eingetreten.
Ok,
das ÖL sollte schon längst aus (Vorkommnisse erschöpft) sein - doch wir werden schon Wasser finden (auf dem Mars!?).

Fritz hat geschrieben: Evt. muss halt der Boden wieder durch Gründüngung und geeignete Fruchtfolgen dahingehend verbessert werden, daß er mehr Humus
enthält und damit auch Wasser besser bindet - denn Wasser ist ja eigentlich genug da, da waren bspw. voriges Jahr im Herbst,
Es fing schon viel früher an, als erst im Herbst! Kein Gras (Heu, Silage ...), so wie in diesm Jahr -> auch keine Gründüngung -> 'Fritz', schau Dir bitte einmal ökologische Landwirtschaft direkt vor Ort (zum Beispiel bei mir zu Hause) an. Du wirst keine Deiner Illusionen (unser beider Wünsche) antreffen.
ganze Keller mit voll ... Hab auch mal gehört, daß ökologische Landwirtschaft in guten Jahren zwar nicht so hohe Erträge liefert, wie die chemisierte, dafür aber
in schlechten Jahren besser dasteht - da bin ich mal gespannt, wie es dieses Jahr ausfällt ...
Warten wir es ab und bilanzieren später - ich denke, dieses ist ein schönes Schlusswort zum apokalyptischen Faden "unser Habitat brennt".
Gespannt bin ich persönlich nicht mehr.

Pssssssst,
mein Vater war Förster - als ich noch ein kleiner Junge war, war durchaus schön damals (doch dann kam der "saure Regen & das Waldsterben"). Damals streiften wir noch durch Wälder und saßen nicht mindestens 12h auf unserem Arsch: der Deutsche sitzt zu viel, er leidet an Bewegungsmangel, Haltungsschäden & Fettleibigkeit -> nicht nur jüngste Studien belegen dieses, wir alle wisses es, wir alle akzeptieren unser Schicksal und glauben dabei noch' wir wären gesund ...

Gestern war ich das erste Mal seit fünf Jahren wieder einmal im Schwimmbad, ich war schwimmen (wir erinnern uns, meine Eltern waren Schwimmer - Wasser ist also durchaus mein Element), zog meine Bahnen.
Fast keiner im Bad konnte "schwimmen", mindestens zwei Drittel (geschätzt) aller Gäste war adipös - richtig dicke Kinder und Jugendliche, neben H4 und dunkelbraun gerösteten Rentnern, ... die bessere Hälfte fuhr ihre hübschen KLEINEN direkt ins Becken; selbstverständlich mit einem SUV (mit dem Stern), hinter ihm eine Wolke aus "Giftgas" (man kann es wie gesagt' sehr gut ausmachen, nämlich riechen) -> bitte ganz tief inhalieren, mit Genuss und Vorfreude ...

HBt.
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Ein Nachtrag

Beitrag von HBt. » 31.07.2018, 10:15

Leider kann man in unserem schönen WALDBAD (ursprünglich stammt es aus den 1930er Jahren, sprich: aus der NAZI-Zeit) nicht mehr wirklich schwimmen.

Der Rat hat die Zeichen der Zeit erkannt und das gesamte Becken umgestaltet, dort wo man früher noch Wettkämpfe durchführen konnte (schwimmen!) ...
er hat das Bad modernisiert.

Eine große Plastikwanne wurde eingesetzt, eine Spaß & Plantschlandschaft geschaffen, selbst eine Liegeinsel ragt in das ehemalige Schimmerbecken hinein ... Tiefe & kaltes Wasser sucht man vergeblich, 3/4 des gesamten Beckens
wurde zu einem NICHTSCHWIMMERBEREICH umgeformt ... geblieben ist 1/4 für 3m-Springer incl. 15m Schwimmbereich (in der Länge).
Will man eine Bahn (50m) ziehen, muss man in den Nichtschwimmerbereich hinein ---> versuche einmal bei nicht einmal 1,2m Tiefe (pisswarmes Wasser) und 35m Länge (zwei Bahnen wurden nämlich für Typen wie mich temporär freigegeben) zu schwimmen, die gehst Du schneller (naja, beinahe) ... nach 15 Bahnen hatte ich die Nase voll!

Übrigens,
das Lehrter Stadtbad hat nur auf Druck der Öffentlichkeit Wasser ins Schwimmerbecken gelassen -> ohne Scheiß Mann, die! wollten das Schwimmerbecken in diesem Jahr gar nicht freigeben (offiziell natürlich wegen Wartungsarbeiten ;-) ).

Ach Mensch,
und morgen wird bei uns die Trinkwasserversorgung sogar auf unbestimmte Zeit abgestellt ---> supergeil (und das bei 32°C Raumtemperaturen, draußen sind es mehr als 36°C im Schatten).

Geil. Im letzten Jahr wurde das Wasser ebenfalls zur selben Zeit abgestellt, es sollten nur 2h Stunden sein, doch es wurden 18h daraus.

HBt.
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Endlich:

Beitrag von HBt. » 31.07.2018, 12:37

Ich messe gerade 40°C im Schatten und 33°C Raumtemperatur in unserem Schlafzimmer (bei einer Vollverdunkelung, maximaler Schatten in allen Räumen).
Endlich & es geht bestimmt noch ein bisschen mehr.


Das wir uns das alle gefallen lassen :irre :dontknow :alright ??? Ende Oktober haben wir es wieder vergessen.


#
Von einer Dürre und dem Notstand zu sprechen ist nicht (automatisch) übertrieben. Wäre ich ein Ureinwohner des afrikanischen Kontinentes dieses Planeten, so käme mir möglicherweise Deutschland als das Paradies vor, nur ohne Ebola ... (da wir keine getrockneten Fledertiere essen u.s.w.) - dort ist es bestimmt noch ein wenig wärmer.

In Helsinki soll es moderater zugehen, mit maximalen 26°C,
doch am liebsten wäre ich jetzt in Reykjavik, mit maximalen 13°C (für die Jahreszeit bestimmt zu warm) ;-).

Ob Island uns deutsche, 50jährige Fachkräfte alle aufnehmen kann,
stehen wir vor einer neuen Völkerwanderung?

HBt.

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Re: Unser Habitat brennt

Beitrag von tutor! » 31.07.2018, 13:16

Wo Du Helsinki schon erwähnst: http://judokata.fi
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)

HBt.
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Dankeschön

Beitrag von HBt. » 31.07.2018, 14:17

tutor! hat geschrieben:
31.07.2018, 13:16
Wo Du Helsinki schon erwähnst: http://judokata.fi
das freut mich :D. Ich muss hier (vor Ort) noch ziemliche Überzeugungsarbeit leisten, bis der Funke wieder überspringt (momentan suche ich nach brennbarem Material) ist es noch ein weiter Weg.


Bis bald einmal wieder,
HBt.


PS
Alleine nur, für ein WE nach Finnland zu fliegen' verstößt schon gegen den unbedingt notwendigen Klimaschutz. Das Argument, "der Linienflug" fliegt auch ohne mich, zählt dabei leider nicht. Scheiße.
Auf der anderen Seite: warum existieren Linienflüge, Busverbindungen ... überhaupt?

Hoch die Tassen, welches geistige Getränk liebt der Finne?


cheers
:drunken_smilie

HBt.
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Apropos "Gründüngung"

Beitrag von HBt. » 02.08.2018, 22:14

Fritz hat geschrieben:Ich denke, die Landwirtschaft wird schon lernen sich auf solches Wetter einzustellen, ist ja nicht das erste Mal, daß es warm ist.
Evt. muss halt der Boden wieder durch Gründüngung und geeignete Fruchtfolgen dahingehend verbessert werden, daß er mehr Humus
enthält und damit auch Wasser besser bindet - denn Wasser ist ja eigentlich genug da, (...)
Neuer Statusbericht aus der Landbevölkerung Niedersachsens

22:00 Uhr:
Lufttemperatur 29°C
Wohnraumtemperatur 31°C

Die Trecker rollen übers Feld und düngen. Der Bauer schmeißt Scheiße auf die Äcker. Er verklappt im industriellen Maßstab den Fäkaliendreck der Massentierhaltung & den Klärschlamm (unsere eigene Scheiße).
Da auch weiterhin Temperaturen zwischen 24°C und 38°C erwartet werden, wird die Soße schnell austrocknen und nicht allzu sehr müffeln.

"Gründüngung"
wird es auch zukünftig nicht geben - auch,
da die Fäkalien irgendwo verklappt werden müssen, das klappt am besten auf einer großen Freifläche, existiert keine Nachfrage nach alternativem Humus.

:rofl

Irgend ein Fuzzy hat gerade sein Kamin entfacht oder einfach seine Gartenfeuerschale bestückt, wahrscheinlich schaut er glücklich und dumm ins abendliche Feuer. Ja, so etwas gibt es hier auch: eine Melange
aus Bronchospasmen verursachenden Gasen.



Der Mais steht in diesem Jahr nicht besonders hoch, teilweise noch nicht einmal 1,2m, normal wären mindestens 2,3m ---> Biomasse für die undichten Biogasbrüter (Treibhausgasschleudern!).


So sieht es aus,
HBt.

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Re: Unser Habitat brennt

Beitrag von Fritz » 02.08.2018, 23:25

HBt. hat geschrieben:
02.08.2018, 22:14
"Gründüngung"
wird es auch zukünftig nicht geben - auch,
da die Fäkalien irgendwo verklappt werden müssen, das klappt am besten auf einer großen Freifläche, existiert keine Nachfrage nach alternativem Humus.
Ja das mit der Gülle ist ne Riesensauerei. Als Bauern noch Bauern waren, standen die Viecher auf Stroh und es gab ordentlich Mist ...

Wenn es schon Gülle sein muß, finde ich nicht schlecht, wenn der Dreck in eine Biogas-Anlage geht und dann nur der ausgefaulte Schlamm auf dem Acker landet.
Die nächste Sache ist, wenn sie die Felder nicht allzu flach über dem Boden mähen würden, damit ja alle Hamster und sonstiges Viechzeug draufgehen, sondern
ordentliche Stoppeln stehen lassen würden, dann kann da auch mal Gülle drauf und dann sollte der Krempel aber auch bald untergepflügt werden ...

Aber so wie es gern gemacht wird, rauf auf den kahlen Acker, da brauchen sie sich nicht wundern, wenn der Boden beim kleinsten Sonnenstrahl hart wir Beton wird,
kein Wasser mehr aufnimmt bzw. speichert, wenn es dann doch mal regnet ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Unser Habitat trocknet aus und verbrennt

Beitrag von HBt. » 03.08.2018, 21:46

'Fritz',

fahr einmal mit dem Auto von Flensburg aus nach Skagen (die letzte Stadt Dänemarks, dem Festland), dann fährst Du mehr als 200km durch zehn Zentimeter dicke Scheiße - die Autobahn(?!) ist eingefasst von Schweinezuchtbetrieben
und die duftenden Ausscheidungen müssen irgendwohin. Die spachtelfähige Masse wird aufs Feld ausgebracht und flächig glatt gestrichen, die flüssige Soße wird an deutsche Landwirte verkauft (teilweise wird das Zeugs im Süden Deutschlands, zum Beispiel Hessen, eingelagert ---> lagern (Abnahme und Aufbewahrung) bringt Geld für den größeren Landwirt ...


Hamster, Feldmäuse, Hasen, Kaninchen und anderes putzige Kleingetier ist in Deutschland so gut wie ausgestorben. Warum? Weil sie kein frisches Grünfutter mehr finden auf deutschem Boden, sie sind auf eine spezielle Diät angewiesen. Da Mäuse und Hamster einen Großteil des Speiseplanes deutscher Greifvögel darstellen, sterben Greifvögel ebenfalls aus, bzw. fressen Aas (das ist ihnen eigentlich zu wider, doch viele fallen eh den Windkraftanlagen vor meiner Haustür zum Opfer) und kreisen über den neuen Siedlungen der Stadtflüchtlinge /sitzen an!

Wildschweine bevölkern Siedlungen, während Rebhühner, Fasane und Wachteln schon ausgestorben sind (vor 15 Jahren waren sie meine unmittelbaren Nachbarn und bei meinem GLT konnte ich sie täglich begrüßen).


Hossa - nur weiter so,
"das muss eine Tierseuche sein." [anonymer Landwirt]


Traurig, traurig.

HBt.


PS
Übrigens sind BIOREAKTOREN niemals dicht, d.h. die Treibausgase streben ungehindert nach oben, weil man dieses seit Anbeginn der Biogasproduktion weiß, misst man einfach nicht (kein einziger Reaktor ist dicht) ... u.s.w.

Die Vogelwelt ist total durcheinander, nicht nur das Ortungssystem der Zugvögel, sondern auch der heimische Buntspecht - oder hast Du schon einmal einen Buntspecht auf einer Landstraße hocken sehen, oder einen ansitzenden Bussard auf ... (sein Habitat existiert nicht mehr) ?!

:evil:

HBt.
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Mitternächtliche Temperaturen

Beitrag von HBt. » 04.08.2018, 13:14

FR 24:00 Uhr / SA 00:00 Uhr

27°C Außentemperatur
29°C Wohn- u. Schlafraumtemperatur
(52° 19′ 10″ N , 10° 3′ 3″ O · Höhe: 69 m über Normalnull)

Die Milchstraße war trotz relativ guter Sicht, aber Dank der allgegenwärtigen Lichtverschmutzung, kaum als Band erkennbar ... schade, ich wollte meiner jüngsten Tochter gerne unsere Galaxie zeigen :cry:.
Ein wenig konnte man mit dem Fernglas erahnen, doch irgendwann heulten wir den glutroten Mond an. Es liegt auf der Hand: momentan kommt das Raubtier wieder ans Licht.


#
Heute werde ich einmal eine Messung in 5cm Tiefe durchführen, vielleicht eine vorhandene Erdspalte im betonharten Ackerboden ... mal sehen.



HBt.

PS
Würden "wir Deutschen" plötzlich nach Tripolis teleportiert werden, würde uns dieser Vorhof zur Hölle nicht wärmer vorkommen können (als es bei uns seit Monaten schon ist, nur ganz kurz unterbrochen durch Phasen mit 10 bis 13°C - das ist typisch für den Klimawandel und regelungstechnischer Prozesse, zur Zeit wird integriert ;-) ). Zwischen 11 & 16 Uhr bewegt sich dort niemand mehr, bei ganz ähnlicher Temperatur ;-).

Die mediale Landschaft der Nachmittagsmagazine will uns zZt.weismachen: dass wir den Sommer lieben sollen, im Schwimm- u. Spaßbad ist der Sommer am schönsten. Während die mechatronische Zulieferindustrie der deutschen Automobilbranche über die Krankheitstage ihrer Mitarbeiter stöhnt, im Ergebnis akzeptieren sie nur noch 13 Krankheitstage pro Jahr, kürzen den Jahresurlaub und verlängern die Wochenarbeitszeit ...
Ich frage mich, ob Arbeitstiere der Auto bauenden Welt' jetzt 60h arbeiten müssen und nur noch 20 Tage Urlaub bekommen werden? Wahrscheinlich werden eher 60 Tage Urlaub auf 40 reduziert und 25h auf 32,5 erhöht :rofl.

Wer es nicht glaubt, darf nachforschen.

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