6.Dan
- nur_wazaari
- 2. Dan Träger

- Beiträge: 564
- Registriert: 02.10.2013, 10:59
Re: 6.Dan
Die Fragen und Ausführungen finde ich sehr interessant.
Trotzdem crashe ich die Party und stelle ein paar naive, vollkommen unzulängliche Fragen, unter der Maßgabe, dass Kata ursprünglich und auch nach heutigem Konsens vornehmlich und ganz allgemein unabhängig von der genauen Linie als Übungsmethodik verstanden wird (werden soll):
a) Warum führt man dann Wettkämpfe dafür durch, weshalb jagt man dann hier nach einer bestimmten Anzahl von Punkten (in Wahrheit vielleicht: Medaillen), weshalb unterwirft man sich nicht selten ziemlich subjektiver, im schwierigsten Fall ästhetischer Urteile über die jeweiligen Darbietungen? Gibt es einen übergeordneten Zweck von Kata-Wettkämpfen, ist der Rahmen dem Thema überhaupt angemessen ausgestaltet? Läuft der Kata-Wettkampf (nennt man das dann auch Shiai?) nicht der hauptsächlcihen Intention von Kata zuwider? Kann man dann dieses System zum Maßstab für Prüfungen, für das Verständnis von Judoprinzipien erklären?
b) Wie untersucht man die Wirksamkeit und die Transferleistungen dieses (nicht nur) hierzulande eher geschlossenen, für sich praktizierten Systems (im System "Judo") in andere Bereiche von Judo? Wo liegt im Wettkampfkontext, der ja nicht unerheblich auch auf den Prüfungskontext übertragen wird, der Mehrwert von Kata-Training zum Beispiel für Randori, für Shiai, für Erziehungsaspekte, schließlich für das, was als Verständnis von Judo, der technischen Prinzipien, nicht zuletzt der ethisch-moralischen Ausbildung bezeichnet wird? Geht der Mehrwert abgesehen von einigen Ausnahmen und einer möglicherweisen individuellen Empfindung über die Anerkennung von Darbietungen für Prüfungsdinge und Wettkampftagesleistungen hinaus?
c) Erkenne ich die Prinzipien nun als mehr oder weniger erfahrener Judoka beim Zuschauen, beim Üben, durch entsprechende Lektüre, durch die Inanspruchnahme von Multiplikationsveranstaltungen; wobei also genau? Mit anderen Worten, wie genau transferieren und multiplizieren sich die Inhalte, die man über Kata vermitteln will? Plant man, das zu untersuchen oder irgendwie nachzuhalten, wenn es denn eine hohe Bedeutung genießen soll? Auch hier wieder, wie genau findet hier der Transfer statt, wie ließen sich Methodik und Transfer beschreiben, wie nachhaltig fruchtbar machen? Ich behaupte: Das allgemeine Interesse für Kata ist sicher etwas größer als in früheren Zeiten, allerdings dürften die Gründe oft nicht in der Faszination für Kata selbst liegen.
d) Schließlich: Üben bedeutet für mich, Fehler zu machen, zu reflektieren, dem Üben einen übergeordneten Zweck zu geben, auch wenn es der Selbstzweck ist. Eine fehlerfreie Kata dürfte auch niemandem untergekommen sein, wäre nach der gewünschten Definition noch nicht einmal wünschenswert. Die Frage ist ja, ob man die Erkenntnis von funktionalen Fehlern bei Kata nicht eher begrüßen sollte, anstatt hier darauf abzuzielen, die gerade aktuellen und m.E. oft nicht allzu transparenten Spezialvorgaben zu erfüllen, um eine möglichst hohe Punktzahl zu erfüllen. Auf mich wirkt das, ähnlich wie im Shiai-Judozirkus, wie das Laufen im Hamsterrad, was ich nicht werten will. Macht man ja freiwillig.
Die Grundinformationen unter
https://www.judobund.de/bildung/kata
helfen mir dabei im Übrigen kein Stück weiter, werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern. Das beträfe zum Beispiel Aspekte der Definition (Was ist Kata?), der Reproduzierbarkeit (Warum? Und wirklich aus diesen Gründen?), die Grundsituationen des Kampfes (sind die noch aktuell bzw. müssten die nicht erweitert werden? Welcher Kampf? Nach Judo-IJF-Regeln oder...?),
Das sind Dinge, die meiner Meinung nach auch von Prüflingen für höhere Dan-Grade erörtert werden könnten. Ich erwarte selbstredend keine abschließenden Antworten auf die aufgeworfenen Fragen. Im Zweifel stelle ich mir die Fragen auch nur selbst.
Trotzdem crashe ich die Party und stelle ein paar naive, vollkommen unzulängliche Fragen, unter der Maßgabe, dass Kata ursprünglich und auch nach heutigem Konsens vornehmlich und ganz allgemein unabhängig von der genauen Linie als Übungsmethodik verstanden wird (werden soll):
a) Warum führt man dann Wettkämpfe dafür durch, weshalb jagt man dann hier nach einer bestimmten Anzahl von Punkten (in Wahrheit vielleicht: Medaillen), weshalb unterwirft man sich nicht selten ziemlich subjektiver, im schwierigsten Fall ästhetischer Urteile über die jeweiligen Darbietungen? Gibt es einen übergeordneten Zweck von Kata-Wettkämpfen, ist der Rahmen dem Thema überhaupt angemessen ausgestaltet? Läuft der Kata-Wettkampf (nennt man das dann auch Shiai?) nicht der hauptsächlcihen Intention von Kata zuwider? Kann man dann dieses System zum Maßstab für Prüfungen, für das Verständnis von Judoprinzipien erklären?
b) Wie untersucht man die Wirksamkeit und die Transferleistungen dieses (nicht nur) hierzulande eher geschlossenen, für sich praktizierten Systems (im System "Judo") in andere Bereiche von Judo? Wo liegt im Wettkampfkontext, der ja nicht unerheblich auch auf den Prüfungskontext übertragen wird, der Mehrwert von Kata-Training zum Beispiel für Randori, für Shiai, für Erziehungsaspekte, schließlich für das, was als Verständnis von Judo, der technischen Prinzipien, nicht zuletzt der ethisch-moralischen Ausbildung bezeichnet wird? Geht der Mehrwert abgesehen von einigen Ausnahmen und einer möglicherweisen individuellen Empfindung über die Anerkennung von Darbietungen für Prüfungsdinge und Wettkampftagesleistungen hinaus?
c) Erkenne ich die Prinzipien nun als mehr oder weniger erfahrener Judoka beim Zuschauen, beim Üben, durch entsprechende Lektüre, durch die Inanspruchnahme von Multiplikationsveranstaltungen; wobei also genau? Mit anderen Worten, wie genau transferieren und multiplizieren sich die Inhalte, die man über Kata vermitteln will? Plant man, das zu untersuchen oder irgendwie nachzuhalten, wenn es denn eine hohe Bedeutung genießen soll? Auch hier wieder, wie genau findet hier der Transfer statt, wie ließen sich Methodik und Transfer beschreiben, wie nachhaltig fruchtbar machen? Ich behaupte: Das allgemeine Interesse für Kata ist sicher etwas größer als in früheren Zeiten, allerdings dürften die Gründe oft nicht in der Faszination für Kata selbst liegen.
d) Schließlich: Üben bedeutet für mich, Fehler zu machen, zu reflektieren, dem Üben einen übergeordneten Zweck zu geben, auch wenn es der Selbstzweck ist. Eine fehlerfreie Kata dürfte auch niemandem untergekommen sein, wäre nach der gewünschten Definition noch nicht einmal wünschenswert. Die Frage ist ja, ob man die Erkenntnis von funktionalen Fehlern bei Kata nicht eher begrüßen sollte, anstatt hier darauf abzuzielen, die gerade aktuellen und m.E. oft nicht allzu transparenten Spezialvorgaben zu erfüllen, um eine möglichst hohe Punktzahl zu erfüllen. Auf mich wirkt das, ähnlich wie im Shiai-Judozirkus, wie das Laufen im Hamsterrad, was ich nicht werten will. Macht man ja freiwillig.
Die Grundinformationen unter
https://www.judobund.de/bildung/kata
helfen mir dabei im Übrigen kein Stück weiter, werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern. Das beträfe zum Beispiel Aspekte der Definition (Was ist Kata?), der Reproduzierbarkeit (Warum? Und wirklich aus diesen Gründen?), die Grundsituationen des Kampfes (sind die noch aktuell bzw. müssten die nicht erweitert werden? Welcher Kampf? Nach Judo-IJF-Regeln oder...?),
Das sind Dinge, die meiner Meinung nach auch von Prüflingen für höhere Dan-Grade erörtert werden könnten. Ich erwarte selbstredend keine abschließenden Antworten auf die aufgeworfenen Fragen. Im Zweifel stelle ich mir die Fragen auch nur selbst.
.
Re: 6.Dan
Die Antwort auf die Frage, warum jemand dieses oder jenes tut oder eben auch nicht, muss jede(r) für sich selbst beantworten. Dazu gehört auch die Frage, inwieweit man einen Gewinn für sich selbst erkennt - oder auch nicht. Warum man sich also an Wettbewerben beteiligt - sei es Kata oder Shiai - ist individuelle zu beantworten und was für den einen Sinn macht, kann für den anderen eben sinnfrei sein.
Eine andere Frage ist die nach Konzepten der Vermittlung von Judo und die Frage, inwieweit die tradierten Kata einen Beitrag zu einem besseren Judo - was immer man darunter verstehen möchte - leisten kann. Also u.a. die Frage des Transfers. Hierzu gibt es natürlich Ideen und Konzepte, denn diese Fragen stellen sich auch andere. Jüngst hat sogar einer der DJB-Experten einen zweitätigen Lehrgang genau zu diesem Thema gegeben (allerdings kam die Frage aus dem Ausland, sodass die Veranstaltung hierzulande nicht publik wurde).
Eine andere Frage ist die nach Konzepten der Vermittlung von Judo und die Frage, inwieweit die tradierten Kata einen Beitrag zu einem besseren Judo - was immer man darunter verstehen möchte - leisten kann. Also u.a. die Frage des Transfers. Hierzu gibt es natürlich Ideen und Konzepte, denn diese Fragen stellen sich auch andere. Jüngst hat sogar einer der DJB-Experten einen zweitätigen Lehrgang genau zu diesem Thema gegeben (allerdings kam die Frage aus dem Ausland, sodass die Veranstaltung hierzulande nicht publik wurde).
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
- Hofi
- 3. Dan Träger

- Beiträge: 1941
- Registriert: 28.12.2006, 12:55
- Bundesland: Bayern
- Verein: TSV Unterhaching
- Kontaktdaten:
Re: 6.Dan
Ich denke, das ist immer eine Frage, wie es von den Trainern vorgelebt wird.
Wir haben nahezu jedes Jahr Prüflinge, gerade erst im Sommer wieder einen zum 3. Dan.
Was allerdings selten zu erkennen ist, welches schwarz jemand hat, da nahezu niemand im Verein Dan-Balken trägt.
Wenn es also vorgelebt wird, dass
- der 1. Dan eben nicht das Ende, sondern der Anfang der Judo-Entwicklung ist
- Prüfung der Verleihung idR vorzuziehen ist
- und jede Vorbereitung zu einem Gewinn an Wissen und können führt
dann muss man sich auch nicht mehr anhören "Schwarz ist schwarz".
Wobei ich zugeben muss, die Inhalte zum 5. Dan reizen mich noch, die zum 6. finde ich bisher eher uninteressant.
Wir haben nahezu jedes Jahr Prüflinge, gerade erst im Sommer wieder einen zum 3. Dan.
Was allerdings selten zu erkennen ist, welches schwarz jemand hat, da nahezu niemand im Verein Dan-Balken trägt.
Wenn es also vorgelebt wird, dass
- der 1. Dan eben nicht das Ende, sondern der Anfang der Judo-Entwicklung ist
- Prüfung der Verleihung idR vorzuziehen ist
- und jede Vorbereitung zu einem Gewinn an Wissen und können führt
dann muss man sich auch nicht mehr anhören "Schwarz ist schwarz".
Wobei ich zugeben muss, die Inhalte zum 5. Dan reizen mich noch, die zum 6. finde ich bisher eher uninteressant.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Re: 6.Dan
Danke Hofi, den einzelnen Punkten kann ich vollkommen zustimmen.
Bisher war jede Vorbereitung auf den nächsten Dan immer mit viel Erkenntnisgewinn verbunden, sei es durch eigene Erfahrung, Übungen mit dem Partner, Lektüre, Hilfestellung von Trainern und bei Lehrgängen. So sollte es meiner Meinung nach auch sein, ich möchte aus einer Vorbereitung viel Erkenntnisgewinn mitnehmen.
Für mich ist die Prüfung immer nur ein kleiner Abschnitt in einem Lernprozess, der Weg dahin ist interessant und bereichernd, insofern nehmen wir an einer Prüfung teil, wenn die Inhalte bestmöglich verstanden sind und umgesetzt werden können. Sollte das durch verschiedene Gründe länger dauern, dann ist das so.
Bisher war jede Vorbereitung auf den nächsten Dan immer mit viel Erkenntnisgewinn verbunden, sei es durch eigene Erfahrung, Übungen mit dem Partner, Lektüre, Hilfestellung von Trainern und bei Lehrgängen. So sollte es meiner Meinung nach auch sein, ich möchte aus einer Vorbereitung viel Erkenntnisgewinn mitnehmen.
Für mich ist die Prüfung immer nur ein kleiner Abschnitt in einem Lernprozess, der Weg dahin ist interessant und bereichernd, insofern nehmen wir an einer Prüfung teil, wenn die Inhalte bestmöglich verstanden sind und umgesetzt werden können. Sollte das durch verschiedene Gründe länger dauern, dann ist das so.
Re: 6.Dan
Es gibt drei weitere Träger des 6. Dan durch Prüfung in Deutschland. In einer Randnotiz zur DJB-Sommerschule wird geschrieben:
"Aus der Reihe der Neugraduierten müssen diesmal Jenny Frey, Gordula Thiemann und Jochen Haucke hervorgehoben werden, die alle ihren 6. Dan durch Prüfung erreichten. "
https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... st-beendet
Während die beiden Pioniere da noch einen eigenen Artikel vom DJB bekommen haben https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... eberreicht sind die Nummern 3, 4 und 5 lediglich eine Randnotiz.
Aber wie auch schon bei den Vorgängern, keine Erwähnung, welche Leistungen wie abgelegt wurden. Wahrscheinlich ist das meine falsche Vorstellung, aber irgendwie hätte ich gedacht, wird diese höchste Prüfungsleistung etwas mehr gewürdigt bzw. die Verdienste der Einzelnen, wie es bei Ehrungen ja auch der Fall ist, erwähnt werden.
Aber vielleicht ist das auch Maßnahme um dem befürchteten niedrigerem Ansehen des 6. Dan durch Ehrung entgegenzuwirken. Trotzdem schade
"Aus der Reihe der Neugraduierten müssen diesmal Jenny Frey, Gordula Thiemann und Jochen Haucke hervorgehoben werden, die alle ihren 6. Dan durch Prüfung erreichten. "
https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... st-beendet
Während die beiden Pioniere da noch einen eigenen Artikel vom DJB bekommen haben https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... eberreicht sind die Nummern 3, 4 und 5 lediglich eine Randnotiz.
Aber wie auch schon bei den Vorgängern, keine Erwähnung, welche Leistungen wie abgelegt wurden. Wahrscheinlich ist das meine falsche Vorstellung, aber irgendwie hätte ich gedacht, wird diese höchste Prüfungsleistung etwas mehr gewürdigt bzw. die Verdienste der Einzelnen, wie es bei Ehrungen ja auch der Fall ist, erwähnt werden.
Aber vielleicht ist das auch Maßnahme um dem befürchteten niedrigerem Ansehen des 6. Dan durch Ehrung entgegenzuwirken. Trotzdem schade
Re: 6.Dan
Dieser Artikel zu einem der drei neuen Rokudan unterstützt meine Kritik im allgemeinen, so wie im speziellen zu den Nummern 3, 4 und 5 aus meiner Sicht recht deutlich
https://www.bayernjudo.de/aktuelles/aus ... hen-judoka
Dennoch, Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung. Der Einzelne kann nichts für die Umstände
https://www.bayernjudo.de/aktuelles/aus ... hen-judoka
Dennoch, Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung. Der Einzelne kann nichts für die Umstände
- Hofi
- 3. Dan Träger

- Beiträge: 1941
- Registriert: 28.12.2006, 12:55
- Bundesland: Bayern
- Verein: TSV Unterhaching
- Kontaktdaten:
Re: 6.Dan
Hi!
Nachdem Jochen aus meinem Bezirk ist, inwiefern unterstützt der Bayerische Artikel Deine Kritik?
Dass eine Premiere mehr Aufmerksamkeit bekommt, als eine "reguläre" Prüfung ist jetzt nicht ungewöhnlich. Aber natürlich wäre ein eigener Artikel kein Fehler.
Und was willst Du an Leistungen vorgetragen haben? Die Prüfungsinhalte sind einsehbar.
Soll da stehen, welche konkrete Kata vorgeführt wurde? Welches Projekt im Theorieteil präsentiert wurde? Welche Techniken in Nage- oder Katame-waza abgefragt wurden?
Aber ganz offen, ich hab dieses Jahr keine vernünftigen Bilder von unseren Prüflingen zum 4. Dan bekommen, das waren Nr. 2 und 3 im Verein, da ist die Veröffentlichung auch nicht toll ausgefallen...
Nachdem Jochen aus meinem Bezirk ist, inwiefern unterstützt der Bayerische Artikel Deine Kritik?
Dass eine Premiere mehr Aufmerksamkeit bekommt, als eine "reguläre" Prüfung ist jetzt nicht ungewöhnlich. Aber natürlich wäre ein eigener Artikel kein Fehler.
Und was willst Du an Leistungen vorgetragen haben? Die Prüfungsinhalte sind einsehbar.
Soll da stehen, welche konkrete Kata vorgeführt wurde? Welches Projekt im Theorieteil präsentiert wurde? Welche Techniken in Nage- oder Katame-waza abgefragt wurden?
Aber ganz offen, ich hab dieses Jahr keine vernünftigen Bilder von unseren Prüflingen zum 4. Dan bekommen, das waren Nr. 2 und 3 im Verein, da ist die Veröffentlichung auch nicht toll ausgefallen...
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Re: 6.Dan
Sehr verspätet möchte ich dir noch antworten.
Der Artikel unterstützt meine Kritik in soweit, dass hier jemand der sich sein Leben lang intensiv mit Judo beschäftigt hat, speziell für die Anforderung der Prüfung zum 6. Dan noch einmal intensiv und über lange Zeit mit lediglich einem Punkt der Prüfung auseinandersetzen musste.
Warum müssen sich, so wie ich das mitbekommen habe, die Leute die aus dem Kata-Bereich kommen (um das jetzt mal stumpf zu unterteilen) nicht ebenso intensiv noch mit einem Bereich beschäftigen? Hier herrscht aus meiner Sicht ein Ungleichgewicht in der Anforderung. Ich sage nicht, dass die Anforderung im Bereich Kata zu hoch ist. Es ist die höchste Prüfung die möglich ist, da kann man gern viel fordern, aber dann auch im Bereich Nage- und Ne-waza. Während man im Bereich Kata einen (inter)nationalen hohen (Wettkampf)Standard erfüllen muss, scheint es mir in anderen Bereichen ausreichend zu sein, einfach normales Judo zu machen. Wobei es eine Person ja auch schon nicht geschafft hat.
In der Veröffentlichung kann aus meiner Sicht gern stehen, welche Theorieleistung vollbracht wurde und welche Kata gezeigt wurde. Würfe und Bodentechniken sind da aus meiner Sicht nicht nötig, soll doch alles gekonnt werden. Die Prüfungsinhalte sind zwar einsehbar, aber niemand weiß ja, wie genau die ausgeführt werden sollen. Es ist für mich das Interesse an der erbrachten Leistung und die Würdigung dieser.
Es soll ja eh alles in Absprache mit dem DJB passieren, aber wenn da mit einmal ein paar Leute kommen, wird das da vermutlich auch schnell knapp mit dem Personal.
Aber vielleicht erledigt sich die Geschichte mit den IJF Dangraden eh bald
Der Artikel unterstützt meine Kritik in soweit, dass hier jemand der sich sein Leben lang intensiv mit Judo beschäftigt hat, speziell für die Anforderung der Prüfung zum 6. Dan noch einmal intensiv und über lange Zeit mit lediglich einem Punkt der Prüfung auseinandersetzen musste.
Warum müssen sich, so wie ich das mitbekommen habe, die Leute die aus dem Kata-Bereich kommen (um das jetzt mal stumpf zu unterteilen) nicht ebenso intensiv noch mit einem Bereich beschäftigen? Hier herrscht aus meiner Sicht ein Ungleichgewicht in der Anforderung. Ich sage nicht, dass die Anforderung im Bereich Kata zu hoch ist. Es ist die höchste Prüfung die möglich ist, da kann man gern viel fordern, aber dann auch im Bereich Nage- und Ne-waza. Während man im Bereich Kata einen (inter)nationalen hohen (Wettkampf)Standard erfüllen muss, scheint es mir in anderen Bereichen ausreichend zu sein, einfach normales Judo zu machen. Wobei es eine Person ja auch schon nicht geschafft hat.
In der Veröffentlichung kann aus meiner Sicht gern stehen, welche Theorieleistung vollbracht wurde und welche Kata gezeigt wurde. Würfe und Bodentechniken sind da aus meiner Sicht nicht nötig, soll doch alles gekonnt werden. Die Prüfungsinhalte sind zwar einsehbar, aber niemand weiß ja, wie genau die ausgeführt werden sollen. Es ist für mich das Interesse an der erbrachten Leistung und die Würdigung dieser.
Es soll ja eh alles in Absprache mit dem DJB passieren, aber wenn da mit einmal ein paar Leute kommen, wird das da vermutlich auch schnell knapp mit dem Personal.
Aber vielleicht erledigt sich die Geschichte mit den IJF Dangraden eh bald
Re: 6.Dan
In den letzten Jahren sind die Wertungen bei Katameisterschaften merkwürdiger Weise trotz steigender Leistungen niedriger geworden. Zum Glück werden die Prüfungen zum 6. Dan nicht von solchen notorisch niedrig wertenden Prüfern abgenommen. Man sucht sich ja eine beliebige Kata aus, die man bereits gemacht hat, und muss diese eben nur besser machen, als bei den vorigen Prüfungen.
Bei den Nage-waza und Katame-waza sind die Anforderungen im Grundsatz vergleichbar hoch. Wie allerdings konkret geprüft wird, kann ich nicht aus eigener Anschauung sagen. Jemand, der drei oder vier Kata wirklich gut kann, hat aber eine so solide technische Grundausbildung, dass diese Anforderungen keine allzu große Hürde sind. Und wer eine solide technische Grundausbildungen hat, sollte eine Kata nach Wahl auch wirklich gut hinbekommen (vorausgesetzt, er/sie hat adäquate Unterstützung).
Bei den Nage-waza und Katame-waza sind die Anforderungen im Grundsatz vergleichbar hoch. Wie allerdings konkret geprüft wird, kann ich nicht aus eigener Anschauung sagen. Jemand, der drei oder vier Kata wirklich gut kann, hat aber eine so solide technische Grundausbildung, dass diese Anforderungen keine allzu große Hürde sind. Und wer eine solide technische Grundausbildungen hat, sollte eine Kata nach Wahl auch wirklich gut hinbekommen (vorausgesetzt, er/sie hat adäquate Unterstützung).
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
Re: 6.Dan
Ich glaube mich zu erinnern, dass du einmal geschrieben hattest, dass eine gute Nage-no-kata in einer Danprüfung bei etwas über 50% liegen würde.
Auch wenn man sich die Kata aussuchen kann, erschheint mir der Sprung von etwas über 50% auf 75% als etwas mehr als "eben nur besser machen".
Wenn in Nage- und Katame-waza eie "solide technische Grundausbildung" ausreichend ist, sorgt es bei mir für gewisses Unverständnis. Aber zum Glück habe ich nichts zu entscheiden.
Auch wenn man sich die Kata aussuchen kann, erschheint mir der Sprung von etwas über 50% auf 75% als etwas mehr als "eben nur besser machen".
Wenn in Nage- und Katame-waza eie "solide technische Grundausbildung" ausreichend ist, sorgt es bei mir für gewisses Unverständnis. Aber zum Glück habe ich nichts zu entscheiden.
Re: 6.Dan
Wenn Du eine Kata bei einem Turnier oder einer Meisterschaft für eine Dan-Prüfung angerechnet bekommen möchtest, müssen 62,5% erreicht worden sein.
Eine "solide technische Grundausbildung" ist für mich - so habe ich es gemeint - Voraussetzung dafür, dass man mit viel Training die geforderten 75% erreichen kann. Wir sprechen von Leuten, die bereits den 5. Dan haben. "Solide" war auf das Niveau bezogen, dass man von einem 5. Dan erwarten kann, was aber leider nicht immer gegeben ist...
Eine "solide technische Grundausbildung" ist für mich - so habe ich es gemeint - Voraussetzung dafür, dass man mit viel Training die geforderten 75% erreichen kann. Wir sprechen von Leuten, die bereits den 5. Dan haben. "Solide" war auf das Niveau bezogen, dass man von einem 5. Dan erwarten kann, was aber leider nicht immer gegeben ist...
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
