Hallo Tutor
Sorry - aber da braucht man wirklich Glück, wenn das funktionieren soll. Wenn der Wurf schief geht oder aber Tori am Wurfende leicht den Kontakt verliert, ist Tori leider nicht mehr zu retten.
Sorry, aber ich schrieb doch riskant und für einen Ungeübten gefährlich.
Auf jedenfall muss man den Pistolenlauf aus seinem Körperbereich bringen, halten und das ist verdammt schwer, da der Gegner jederzeit abdrücken kann.
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Die Bedrohung
Bedrohungen mit Schusswaffen, zählen Zweifels ohne zu den gefährlichsten Situationen. Die Chancen, mit dem Leben davon zu kommen sind, Angreiferabhängig, sehr gering. Aus diesem Grund ist man nicht verpflichtet, die "Gefährlichkeit" (scharfe Schusswaffe oder Schreckschusswaffe) zu überprüfen, bevor man beginnt Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Nicht nur polizeiliche Schützen trainieren nach dem Grundsatz: "Im Falle einer Gefahr muss die Waffe blitzschnell aus dem Holster gezogen und zum Einsatz gebracht werden können." Noch komplizierter wird es, wenn die Waffe verdeckt gezogen wird. Auch kriminelle Schützen können professionelle Schießtechniken beherrschen! Ist das der Fall, reduzieren sich die Überlebenschancen fast auf Null.
Die Überlebensmöglichkeiten
Man kann also leicht erkennen, dass man sich in der Abwehr von Schusswaffen keinerlei Illusionen hingeben lassen sollte. Wenn eine Pistole zum Einsatz gebracht werden soll, so wird das meist auch geschehen und zwar blitzschnell. Eine gefährliche Waffe ist aber kein Grund, sich nicht mit dessen Abwehr zu beschäftigen. Die Überlebenschancen können sich erhöhen wenn:
- aufkommende Gefahren im Vorfeld besser erkannt werden können
- vorbeugend Schutzmaßnahmen eingeleitet werden (Schutzweste)
- Überraschungsmomente ausgenutzt werden können
- die Prinzipien der Abwehr-, Hebel- und Greiftechniken bei Waffenbedrohung entsprechend oft trainiert und verinnerlicht wurden
und weiterhin:
- das schnelle Ausnutzen von Deckungen beherrscht wird
- die Psychologie einer Schusswaffenbedrohung und Überlebenstaktiken studiert wurde
Jemanden, der eine scharfe Waffe mit sich führt, muss man als hochgradig gefährlich einstufen, es ist jemand, der bereit ist, seine Waffe auch zu benutzen! Diese Bedrohung erfordert größt mögliche Wachsamkeit im Vorfeld und rücksichtsloses Vorgehen in der Aktion.
Grundsätze/ Prinzipien der Abwehr von Schusswaffen in der nahen Distanz
Es nützt nicht, viele hunderte Abwehrtechniken zu erlernen, im Stress eines Ernstfalles fällt einem eh nichts mehr ein. Einige wenige Grundsätze aber kann man sich gut merken und auf evtl. vorhandenes Wissen übertragen und anwendbar machen......natürlich auch nicht ohne Training.
1. Nie in die Schussbahn bewegen und/ oder so schnell wie möglich aus der Schussbahn heraus bewegen !
Anmerkung:Zwei Faktoren sind an einer Waffe gefährlich, erstens: das Geschoß und zweitens: die Waffe selbst (Schlagwaffe). Das Geschoß hat natürlich die höchste Gefährlichkeit, aus diesem Grunde bei einer Bedrohung: So schnell wie möglich aus der Schussrichtung kommen und dort auch, unter allen Umständen, bleiben (mittels Kombination aus Körperbewegung und Waffenkontrolle).
2. Die Waffenhand unter Kontrolle bringen und möglichst die Waffe selbst ergreifen (sichern)!
Anmerkung:Um aus der Schussrichtung zu kommen, oder dort zu bleiben ist es u.a. sehr hilfreich, die Waffe selbst unter Kontrolle zu bringen. Somit wäre ein gerichteter Schuss nicht oder nur schwer möglich. Achtung, auch die Treffermöglichkeit von Unbeteiligten beachten! Das bedeutet auf sichere Mündungsrichtung achten, wenn möglich. Also versuchen, die Waffe nach Kontrolle durch greifen mit bedacht zu führen. (Auch Schützen müssen eine Mündungsdisziplin entwickeln, um sich und andere vor Schaden zu bewahren, besonders auch bei Teamarbeit.)
Das Greifen der Waffe von oben (also des Schlittens) ist ohne Probleme möglich. Man sollte nur darauf achten, das man die Waffe möglichst fest greift. Der Schuß der sich im Lauf befindet, kann sich ohne weiteres lösen (Vorsicht!!!), nur ein Nachladen wird verhindert.
3.Entwaffnen!
Anmerkung:Um sich nicht unnötig lange mit waffenlosen Techniken des Gegners beschäftigen zu müssen, ist eine schnelle Entwaffnung nötig.
4.Eine evtl. herunter gefallene Waffe unter Kontrolle bringen/ halten!
Anmerkung:Bei Entwaffnungsversuchen heruntergefallene Waffe immer unter Kontrolle bringen. Es besteht immer die Möglichkeit das der Angreifer die Waffe wiedererlangt, oder dritte Personen (Komplizen) sich ihrer ermächtigen.
5.Beweissicherung!
Anmerkung: Nur bei Möglichkeit (Leben geht vor), versuchen die Waffe möglichst wenig oder gar nicht zu berühren. Das erleichtert hinterher die Sicherung von Beweismitteln (Fingerabdrücke).
Viele Kampfkünste loben ihre Abwehrtechniken gegen eine Pistole. Aber nur, wer sich wirklich damit beschäftigt und das jahrelang trainiert, hat eine Chance. Meine Meinung.
Ein Anfänger sollte es besser nicht versuchen. (das ist jetzt das Gegenteil, was ich vorher gesagt habe, denn die bezog sich auf einen Profi).
Quelle: American Kenpo Server