TAISO

Hier geht es um die Trainingsgestaltung,-methodik,-formen.
HBt.
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TAISO (als zusätzliches Standbein) oder die Zeit!?

Beitrag von HBt. »

Hofi hat geschrieben: (...)
wenn ich mich für Taiso interessieren würde
(hab neben meinen sonstigen Aufgaben wie 4x Training pro Woche, Betreuung Landesliga-Team, München Mixed Team, Jugendliga-Team, Prüfer, Bezirksvorsitzender, eigene Dan-Vorbereitung, Notreserve in den Erwachsenen-Teams + Arbeit und Familie, dafür echt gerade keinen Kopf),
wären das Punkte, die man im entsprechenden Rahmen ansprechen sollte, aber das wäre eben ein Taiso-Lehrgang und nicht der Internetauftritt, wo es ja nicht mal diskutiert werden kann.
Hervorhebung & Editierung stammen von mir

Du hast vollkommen recht, doch auf der anderen Seite könnte die DJB-TAISO-Kommission die Ergebnisse (und Inhalte) Ihrer Arbeit auch komplett (offen zugänglich) veröffentlichen. Außerdem könnte ein Buch oder Heft, im Stil der "Jupp & Jutta" Darstellungsidee (von Ulrich Klocke) herausgebracht werden. "Wir machen TAISO, Jupp und Jutta vor und nach ihrem Judotraining ..."

Auf der anderen Seite signalisiert Deine Formulierung' dass wenn Du Dich für TAISO interessieren würdest (und vor allen Dingen, die nötige Zeit zur Ausbildung dazu freischauffeln könntest), dass TAISO etwas Besonderes, Einzigartiges ist, also von unseren üblichen Erwärmungen etc. pp. verschieden.

Wir generieren ergo automatisch eine neue (alte, vergessene?) Säule des DJB-Kodokan-Judo Verständnis. Ein lizenzfähiges Standbein - und damit auch eine Einnahmequelle zur Finanzierung von weiteren Projekten, Programmen und Angestellten.

Persönlich wünsche ich mir TAISO überall und jederzeit.
Doch
was ist es denn nun?
Was
macht es herausragend und überlegen?

Das Anbieterfeld ist groß und bunt, die Konkurrenz wird nicht schlafen und um jedes (zahlende) Mitglied buhlen, doch letztendlich ist es das Individuum selbst, es arbeitet mit seinem Körper (Organismus) und der Schwerkraft.
Zuletzt geändert von HBt. am 24.04.2026, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Zustimmung (keine Frage)

Beitrag von HBt. »

(...)weil ich mich in der Sache mit Taiso bisher nicht wirklich beschäftigt habe, dazu also nicht wirklich was sagen könnte.
Damit skizzierst Du doch den Schwachpunkt schlechthin.

Die Kommunikation auch wahrscheinlich das Konzept - aus der Corona-Not geboren ... und nun kommt nichts mehr. Plötzlich die Faszienrolle (als Stellvertreter herausgepickt). Für alljene, die
TAISO interessieren könnte, fehlt als erstes ein umfassendes Informationsmaterial, auch ein Lehr-u. Übungsbuch. Nach welchen Regularien führen wir unsere Körperbewegungen innerhalb des TAISO aus?

'Hofi',
wir müssen das Thema nicht weiter vertiefen. Wir können abwarten was die Zukunft in dieser Richtung (Säule oder Standbein, einfach ein Angebot) bringen wird. Das mir persönlich der iNet-Auftritt nicht immer zusagt ist ja bekannt (also eher nebensächlich).

TAISO kooperiert mit Blackroll(R)

fertig.
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Vor fünf Jahren

Beitrag von HBt. »

Erik Goertz berichtet und stellt vor:
https://www.youtube.com/watch?v=AIwBEtlLJLQ

Zielgruppe ab 30J bis unendlich
(Mitgliedergewinnung)

Material auf DokuMe
(beinahe unzählige Übungsbeispiele)

Der Basiskurs mit Jennifer Frey heute:
https://www.youtube.com/watch?v=StmJGiJoH-g

"Taiso ist eine Sportart ..."
[Zitat TLN]
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Zwei Schriftzeichen

Beitrag von HBt. »

bilden ein Ding, einen Begriff, eine Sache ... u.s.w.
Laut Langenscheidts Kanji und Kana 1 & 2 Hand-u. Wörterbuch der japanischen Schrift, steht taisó für das Turnen, die Leibesübungen, die Gymnastik.

Das DJB-TAISO
könnte auch für "Spiel und Sport an jedem Ort" stehen, oder? Auf jeden Fall gehört es, als ein fester Baustein, in die Übungsleiterausbildung des jungen Judoka hinein, wie man bereits im Imagevideo des Basiskurses TAISO sehen kann.

Im HSK-Lernwörterbuch (chinesisch -> deutsch) finden wir unweigerlich 体操 oder ticao = Gymnastik = taiso.

#
Vorbereitendes und /auch nachbereitendes Tun; ob mit Hilfsmitteln, Musikuntermalung, oder allen erdenklichen Extras ist dabei völlig, vor dem Zubettgehen, direkt nach dem Aufstehen ... u.s.w.
Da die Schulung des Körpers elementar ist, seines Bewegungsapparates, und zum Kodokan-Judo-Lehrgebäude dazugehört, war die Idee TAISO (Gymnastik) eine Stimme zu geben, durchaus löblich.

Langfristig führen engagierte, motivierte Gedanken, eine Idee zwar zu einem Konzept, doch erreichen sie selten das angepeilte Ziel. Die Idee Mitglieder zu halten und vor allem neue Mitglieder zu gewinnen, muss bei dem heutigen Überangebot und unserem Alltag unweigerlich scheitern.
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Re: TAISO

Beitrag von nur_wazaari »

https://www.judo-verband-berlin.eu/vier ... -in-berlin
„Taiso ist alles und alles ist Taiso“ – dieser Ausdruck von Jenny Frey trifft es auf den Punkt, Taiso in einem Satz zu beschreiben. Auf der Matte bestimmten die Elemente Mobilisation, Rhythmisierung, Kräftigung, Stabilisation, Beweglichkeit, Koordination, Entspannung, Spiele, Atmung, Tandoku Renshu, Taiso-Kata (Seiryoku zen´yo kokumin taiiko) neben den Inhalten des Judo Sportabzeichens, der Nutzung von Hilfsmitteln wie Deuser-Bänder und den von Budo-Spiele bekannten Gürtelstücken sowie Schlaufenraufer die zentralen Punkte des Trainings. Wir kennen viele Übungen aus all diesen Bereichen aus unserem Judotraining. Daher ist Taiso für die meisten Judoka bereits seit langem altbekannt, wenn auch nicht bewusst. Taiso ist ein wichtiger und umfangreicher Bestandteil des Wahl-Programms der Graduierungsordnung beim 1. Kyu, sowie 1. bis 3. Dan und auch dieser Aspekt machte den Lehrgang für Graduierende interessant. Taiso ist mehr als ein Bestandteil des Judo. In den theoretischen Seminaren wurde Wissen zur Graduierungsordnung, geschichtlichen Hintergründen und zur funktionellen Anatomie vermittelt. Taiso kann auch als eigenständiges Training ein breites Spektrum an Interessen abdecken. Sei es als Ausgleichsport für den Alltag, Trittbrett für Neu- oder Wiedereinsteiger in den Kampfsport oder für gesundheitsorientierte Sportler.
"Trifft es auf den Punkt"...? Ich finde eher, dass das Gegenteil der Fall ist. Und möge es mir nicht bewusst gewesen sein, dass die Übungen den Namen Taiso tragen, es ergibt sich für mich keine systematische neue Erkenntnis oder Kenntnis über ein System daraus. Es handelt sich offenbar um eine Ansammlung (beliebiger?) Übungen mit eher gesundheitsorientierter Zielstellung, die halt ein (beliebiges?) Programm bilden, das einen Namen braucht. Von mir aus, wird schon niemandem schaden.
.
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Die Überschrift lautet GYMNASTIK,

Beitrag von HBt. »

denn genau dieses bedeutet tai só. Nicht mehr und nicht weniger. Die ausgewählten Übungen tragen Namen, z.B. Rumpfbeuge, Kniebeuge, Liegestütz, Unterarmstütz, Handstand, Kopfstand, Purtzelbaum, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts, Schwung, Armschwünge, rechts & links ... seitwärts heranführen, auswärtsdrehen ... dreimal stampfen & stehen, krabbeln, schleichen, wälzen, hocken, strecken und springen, hüpfen, schwingen ...

https://youtu.be/fJcFRQxWTz4

https://youtu.be/Bh3zVLGIiHw
„Taiso ist alles und alles ist Taiso“ – dieser Ausdruck von Jenny Frey trifft es auf den Punkt, Taiso in einem Satz zu beschreiben. Auf der Matte bestimmten die Elemente

Mobilisation,
Rhythmisierung,
Kräftigung,
Stabilisation,
Beweglichkeit,
Koordination,
Entspannung,
Spiele,
Atmung,

Tandoku Renshu, Taiso-Kata (Seiryoku zen´yo kokumin taiiko) neben den Inhalten des Judo Sportabzeichens, der Nutzung von Hilfsmitteln wie Deuser-Bänder und den von Budo-Spiele bekannten Gürtelstücken sowie Schlaufenraufer die zentralen Punkte des Trainings.
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Re: Die Überschrift lautet GYMNASTIK,

Beitrag von nur_wazaari »

HBt. hat geschrieben: 27.04.2026, 19:47 denn genau dieses bedeutet tai só. Nicht mehr und nicht weniger. Die ausgewählten Übungen tragen Namen, z.B. Rumpfbeuge, Kniebeuge, Liegestütz, Unterarmstütz, Handstand, Kopfstand, Purtzelbaum, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts, Schwung, Armschwünge, rechts & links ... seitwärts heranführen, auswärtsdrehen ... dreimal stampfen & stehen, krabbeln, schleichen, wälzen, hocken, strecken und springen, hüpfen, schwingen ...
Ich werde das Ganze demnach zukünftig einfach EiWoMiS nennen und das beim Training so ankündigen, denn genau das soll es ja sein, oder? Darauf ein Schluck aus meiner Blackroll...oder so.
.
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Ganz so einfach ist das nicht,

Beitrag von HBt. »

darf man sich die Angelegenheit mit einem Fachterminus (oder einem Namen) nicht machen.

Das DJB-Team um den Initiator Erik G. verfolgte vermutlich den folgenden Gedanken:
1. Säule - KATA
2. Säule - RANDORI
3. Säule - SHIAI

bilden das klassische Verständnis des Judos (von Judo!), nur erkennen wir in der Breite die Tortentrennlinien/-Stücke nicht. Allerdings konnte in den verflossenen zwei Jahrzehnten der Kata-Sektor vielversprechend ausgebaut werden, das Kesslersche Randori-Turnier finden wir maximal noch in der Asservatenkammer der deutschen (methodisch-didaktischen) Judoideen, den eigentlichen SHIAI-Sektor vergessen wir schnellstmöglich, er ist pervertiert. Bereits Moshe Feldenkrais hatte sich (auf seine spezielle, charmante Art und Weise) im vergangenen Jahrtausend über diesen Sektor sehr negativ geäußert; das Interview ist bekannt.

Die Zielgruppenanalyse hat eine versteckte
4. Säule zu Tage gefördert, das Drumherum einer allgemeinen (in der Breite!) Übungsstunde. Gleichzeitig war eines der klassischen, formulierten Ziele, die Körperschule, die Gesundheit des Menschen und damit auch ein Schönheitsideal ausgemacht.

TAISO wurde wiederentdeckt.
In meiner Kindheit war die Fernseh-Ski-Gymnastik, neben dem Trimm-Dich-Pfad ganz groß in Mode, Mache es mit, mache es nach, mache es besser ...

Volkssport (die nationale Leibeserziehung) ist nichts Neues. Jedes komplementäre Training ist ergo Taiso, wenn es "uns beweglich macht" und gleichzeitig die Koordination verbessert, Selbstverständlich darf auch ein Fokus auf dem Bereich "der Kondition" mit ihren Elementen liegen. Wir können differenzieren, müssen das allerdings nicht tun, denn im TAISO steckt das gesamte Programm. Je nach Gestaltung (Umsetzung) macht es Spaß, ausgeschüttete Glückshormone führen zu euphorischer Freude - kindliche Klaviertöne, Melodien und ausgerufene Kommandos (beugt rechts, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht -> beugt links ...) unterstützen das ganze Programm und schalten die Ration (manchmal ach die Schmerzen) aus.

Je größer die Gruppe desto ...

#
DJB-TAISO stellt den Versuch dar, die vierte Säule in den Vordergrund zu stellen, kurzum "Fitnesstraining (Gesundheitssport, ganzheitlicher Ansatz!) unter dem Dach der Judosparte eines beliebigen Vereins (Mitglied im Landesverband ...). Dieser Versuch klammert das eigentliche, technische Judo mit seinem Repertoire Würfe, Griffe, Falltechniken bewusst aus.

TAISO-JUDO (neben dem "Kata-Judo(ka)" [Zitat Katrin B.]
ist folgerichtig die Judosport-Gymnastiktruppe. Wir halten alte Mitglieder (Judotreibende Sportler) und gewinnen neue Mitglieder. "Bewegt älter werden mit dem Judosport" ist Schnee von gestern, TAISO kann vermarktet werden. Wenn der Traum in Erfüllung geht, dann kann es in absehbarer Zeit auch TAISO-Wettkämpfe geben, im SYNCHRON und im EINZEL, auch im MIXED.

Falls uns nichts Durchschlagendes dazu einfällt, installieren wir den/ die TAISO-Lehrer*In B oder den/ die TAISO-TR*IN B, gleichzeitig verankern wir TAISO im Prüfungsprogramm (die Graduierung!) braun, sw1, sw2, sw3 ...
Zuletzt geändert von HBt. am 29.04.2026, 14:42, insgesamt 4-mal geändert.
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Angebote überall

Beitrag von HBt. »

Nun schläft die Konkurrenz allerdings nicht, sie ist seit Äonen nicht untätig, auch einzelne Exponenten erfinden das (permanent) Rad neu und lassen sich das Ding patentieren und als Warenzeichen eintragen.

In der Wortwolke finden wir neben den üblichen Zutaten auch zwei, ebenfalls bekannte Wörter:
Methode(n), Wissenschaft, Kinetik, Kinematik, Life, live ...


Noch konnte TAISO nicht flächendeckend punkten; ketzerisch bringt die Frage:
ob mein ortsansässiges Fitness-Studio-Betreiber-Dingsbums oder die VolksHochSchule DJB-TAISO(R) in Kursform anbietet? die Szene auf den Punkt.

1990++ nannten sich die geblockten Trainingszeiten in der Stadionsporthalle des Niedersachsenstadions noch "BuLi, Senioren, Kata, Wellness, u21-Kader ... "

Wellness-Judo,
damals firmierte ein wunderbares, lockeres Training für jung & alt unter dem Begriff Wellness ...

das waren noch unschuldige Zeiten
;) .
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Es wäre schön, aber

Beitrag von HBt. »

DJB-TAISO

ist Judo ohne Judo,
allerdings
in der bekannten Kleidung, dem Dogi ohne Jacke. Von anderen Wettbewerbern unterscheiden wir uns durch die Uniform und der festausgelegten, sehr großen, Gymnastikmatte, der Tatami.


Ich finde das grundsätzliche Anliegen, den Bewegungsgedanken und das Miteinander sehr gut, löblich, eigentlich sogar großartig - doch er zündet nicht! Er wird noch ein paar Jahre vorhandene Mitglieder, die vielleicht bereits an den Vereinsaustritt dachten, halten.

TAISO
ist für die gedacht, die sowieso bereits da sind, und mit anderen Mitteln (Methoden) nicht (mehr) abgeholt (erreicht) werden können.


Düster, und ein bisschen bedauerlich.
Vielleicht
ruft ein Lehrer (oder eine Lehrerin) eine Schul-AG ins Leben?

Die Lebenszeit der 4. Säule ist begrenzt, die Laufzeit und Akzeptanz der AG bestimmt (!)... Nachfrage und Angebot. Judo ohne Judo findet man überall, bevorzugt beim TURNEN. Ganz egal wie wir es benennen, es bleibt beim Turnen -> Gymnastik -> Streching -> Aerobic -> Zumba -> Tanz -> Akrobatik -> Bodybuilding -> Fitness -> Bodyweigth -> Jogging -> Yoga, Taijiquan, Qigong, Klangschalentherapie, Achtsamkeit & Aufmerksamkeits -> Selbstverteidigung ---> MMA & JuJu.


Ich bin gespannt wann das JuJu https://www.djjv.de/verband/vision Taiso entdeckt, also quasi den 11-Kampf des asiatischen Blablabla.
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EiWoMiS

Beitrag von HBt. »

nur_wazaari hat geschrieben: Ich werde das Ganze demnach zukünftig einfach EiWoMiS nennen und das beim Training so ankündigen, denn genau das soll es ja sein, oder? Darauf ein Schluck aus meiner Blackroll...oder so.
Oder eine "eigene Sportart", eine Art sich zu bewegen, die Gliedmaßen zu strecken und zu recken ..!
Vieles kann sich als einzelne Übung unter dem Oberbegriff Taiso sublimieren, BLACKROLL(R) als Partner der Kommission' hat iNetzmäßig kurz zur Resonanz geführt, nun gönne ich mir einen Eiweißshake und starte mein eigenes, tägliches Programm mit ein paar Lockerungsübungen - die Schwingung klingt ab.

Ich habe ein Ziel, es lautet: dem Chirugen & Orthopäden ein Schnippchen schlagen,
Taiso
hilft mir dabei, es unterstützt mich,
doch eigentlich sind es Formen, Kata oder Taolu, also Übungen mit meinem Gestänge (dem Skelett) und der Schwerkraft, aber vor allem mit Willensstärke.


Was ist "EiWoMiS", wofür steht diese Abkürzung ?

Ich gebe einen Hagebuttentee aus,
ein Schwarzer Roller ist nichts für Arthrosepatienten (wie sollen sie sich auf der Rolle halten???) ;) .


RESONANZ
findet das Programm des DJB-TAISO nur dann, wenn wir es tun. Vor Ort müssen wir es für viele Menschen sichtbar tun, sichtbar sein. Man könnte eine feste Hallenbelegungsstunde nur für das Judo-Taiso einrichten, dabei tragen wir eine weiße Baumwollhose mit dem lila-violetten Schriftzug "Taiso" und ein festes T-Shirt oder ein Langarmshirt. Warum? Weil wir eine abgrenzende spezifische Sportbekleidung benötigen, Nackt-Yoga gibt es schon.
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Werbung, also Marketing

Beitrag von HBt. »

TAISO
benötigt viel Werbung, gute Werbung, sich unterscheidene Werbung vom verflachten Einheitsbrei ... auch könnte man über eine Schirmherrschaft nachdenken.

Ein Schirmherr
oder eine Schirmfrau,
vielleicht unser aller Bundeskanzler Herr Friedrich Merz oder Frau Bärbel Bas als "eiserne Lady für Soziales & Arbeit", besser Frau Nina Warken als Ministerin für alle Gesundheitsfragen.


"Es gibt viel zu tun, packen wir es an
T A I S O "
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Re: EiWoMiS

Beitrag von nur_wazaari »

HBt. hat geschrieben: 28.04.2026, 14:02 Was ist "EiWoMiS", wofür steht diese Abkürzung ?
Das steht für "Eierlegende-Woll-Milch-Sau". Ok, es fehlen irgendwie die Kohlenhydrate und der eine oder andere Mikronährstoff, um die Ernährungspyramide vollständig abzubilden. Aber Taiso ist ja auch nicht perfekt - oder? ;)
.
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Die eierlegende Wollmilchsau ...

Beitrag von HBt. »

https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... unkt-koeln
Auch Taiso war wieder Bestandteil des Programms:
Neben aktivierenden Morgeneinheiten wurde am Freitagnachmittag unter Leitung von Jenny Frey die erste Gruppe (Tandoku dosa) der Seiryoku zen’yō kokumin taiiku intensiv trainiert.
kann alles, doch zufrieden können wir mit dem Ertrag nicht sein. Von allem ist bekanntlich immer zu wenig vorhanden.

Tragen wir Taiso in die Breite,
gerne auch als eigenständige Disziplin - dagegen ist nichts einzuwenden, eine reine Gymnastikgruppe unter dem Dach einer Judosparte, des Himmels!

Der Judosport entwickelt sich stetig weiter
und
TAISO auch.

Es passt sich den Gepflogenheiten (der medialen Darstellung und Kommunikation) an,
mit der sympathischen Gallionsfigur Jenny F. als Frontfrau (ein Quotenmann ist auch im Team dabei ;) ).


Judo ist schön,
ohne Allüren und vor allem rein, ob dabei die vierte Säule unbedingt ausgeschmückt werden muss, das steht möglicherweise in den Sternen geschrieben.

Taiso ist Judo,
denn wir lenken unseren Körper, aber Judo ist kein Taiso! Ein hin und her mit den Verbreitungs-u. Vertiefungsideen von Judo, des Judosportes!

:dontknow

Ausblick:
5. Säule - Judohygiene 衛生 Eisei
Die Sauberkeit und Pflege ... könnte man thematisch auch in der Dan-PO erfolgreich verankern.
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Re: TAISO

Beitrag von Julian »

Wie schon vor fünf Jahren geschrieben - es handelt sich halt um mittelmäßige Gymnastik, die man jetzt versucht systematisch zu vermarkten.
Für über Sportvereine organisiertes Judo und einen Verband der Profit will durchaus sinnvoll da mit aufzuspringen, da der Bedarf an Bewegungsangeboten für bewegungsferne Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen stetig zunimmt.
Nur sollte man eben nicht meinen, man würde da tiefergehende (traditionelle) Körperarbeit, wie sie in den traditionellen CMA oder in Koryû existiert, kennenlernen.
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KÖRPERARBEIT

Beitrag von HBt. »

Julian hat geschrieben: 30.04.2026, 14:20 Wie schon vor fünf Jahren geschrieben - es handelt sich halt um mittelmäßige Gymnastik, die man jetzt versucht systematisch zu vermarkten.
Für über Sportvereine organisiertes Judo und einen Verband der Profit will durchaus sinnvoll da mit aufzuspringen, da der Bedarf an Bewegungsangeboten für bewegungsferne Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen stetig zunimmt.
Nur sollte man eben nicht meinen, man würde da tiefergehende (traditionelle) Körperarbeit, wie sie in den traditionellen CMA oder in Koryû existiert, kennenlernen.
Das ist komplett richtig. Ich gehe davon aus, dass die Kommissions-Troika sich dessen bewusst ist.
Sport ist (halt auch) kein Gong.

Hauptsache man belügt sich nicht selbst.
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Re: KÖRPERARBEIT

Beitrag von Julian »

HBt. hat geschrieben: 30.04.2026, 14:33
Das ist komplett richtig. Ich gehe davon aus, dass die Kommissions-Troika sich dessen bewusst ist.
Sport ist (halt auch) kein Gong.

Hauptsache man belügt sich nicht selbst.
Ob man sich dessen bewusst ist, scheint mir fraglich. Denn eine gerade mal 100 Jahre alte Gymnastik, die zudem selbst wieder stark durch die schwedische Gymnastik eines Pehr Henrik Ling beeinflusst war, als traditionell japanisch zu bezeichnen (und diese dann mit allerlei modernen Elementen weiter zu verwursteln), zeugt ja doch eher von Unkenntnis.
Für die Ausübenden ist es aber letztlich egal, bisschen Bewegung schadet ja so gut wie nie.
(Und den Unterschied zu echtem Gongfu oder Koryû kennt man halt nur, wenn man ihn selbst erlebt hat. Und ich vermute nicht, dass jemand aus der Taisô-Kommission da wirklich Erfahrung mit gemacht hat; scheinen mir alles moderne Judo-Gewächse zu sein.)
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Unwissen und der Glaube -> TAISO des DJB

Beitrag von HBt. »

+1, Julian +1

Mehr als ein Selbstbestätigungsding, sowie Werbung in eigener Sache ist das Unterfangen nicht. Allerdings ist es massentauglich, die Masse der Eingefangenen findet es toll und vergessen wir nicht' dass DJB-TAISO (momentan) ein wichtiges Modul auf der persönlichen Beförderungsleiter ist.


Einige der bekannten Gesichter werden immer dicker, ganz nebenbei angemerkt, sie nehmen an Leibensfülle zu - ein Aushängeschild für den lebenslangen Sport, den ganzheitlichen Gesundheitssport ist das nicht gerade. Von herausragenden Exponenten erwarte ich (wünschte!) einen drahtigen, energiegeladenen, schlanken, gesunden Körper: denn "bewusste Lebensführung", Ernährung, Hygiene, Leibesübungen (Taiso) ... und das regelmäßige Üben (alleine schon) der Judo-Kata (alle), was ich von Referenten (& Wertungsrichtern) eh erwarten würde (Anspruch), führt automatisch zur Fettverbrennung und einer Harmonie.

Oder haben wir keine Zeit mehr für tägliche Übungen - es dreht sich um unsere Gesundheit, einen funktionsfähigen Körper (und Organismus), damit wir bis zu unserem Tod üben können.


Zum Begriff Taiso und seiner Geschichte (auch gemeint: Tradition) kann sich jeder interessierte Taiso-Praktiker informieren, es nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und man ist so gut wie vollständig im Bilde. Ohne KI, ohne die DJB-Taiso oder DokuMe iNetzseite ... versteht sich dabei schon von selbst.



Gut Holz
:smoke
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Ist das Taiso oder kann das...

Beitrag von nur_wazaari »

Julian hat geschrieben: 30.04.2026, 15:21
HBt. hat geschrieben: 30.04.2026, 14:33
Das ist komplett richtig. Ich gehe davon aus, dass die Kommissions-Troika sich dessen bewusst ist.
Sport ist (halt auch) kein Gong.

Hauptsache man belügt sich nicht selbst.
Ob man sich dessen bewusst ist, scheint mir fraglich. Denn eine gerade mal 100 Jahre alte Gymnastik, die zudem selbst wieder stark durch die schwedische Gymnastik eines Pehr Henrik Ling beeinflusst war, als traditionell japanisch zu bezeichnen (und diese dann mit allerlei modernen Elementen weiter zu verwursteln), zeugt ja doch eher von Unkenntnis.
Für die Ausübenden ist es aber letztlich egal, bisschen Bewegung schadet ja so gut wie nie.
(Und den Unterschied zu echtem Gongfu oder Koryû kennt man halt nur, wenn man ihn selbst erlebt hat. Und ich vermute nicht, dass jemand aus der Taisô-Kommission da wirklich Erfahrung mit gemacht hat; scheinen mir alles moderne Judo-Gewächse zu sein.)
Von den Seiten des Bayerischen Judoverbands https://www.bayernjudo.de/?view=article ... &catid=185:
Schnell war klar, dass sich Taiso im DJB nur dann etablieren kann, wenn das Projekt groß aufgezogen wird. Beeinflusst von dem Verständnis der Judo-Methodik nach Wolfgang Hofmann, setzte sich die Idee durch, Taiso neben Kata, Randori und Shiai als vierte Methode im Judo zu etablieren. Dabei ist die Entwicklung von Taiso als innovativer Prozess zu sehen - ähnlich wie die drei Methoden Kata, Randori und Shiai. Denn wer hätte gedacht, dass sich Kata als Wettkampfdisziplin weltweit etablieren oder ein gemeinsamer Team-Wettbewerb der Frauen und Männer olympisch werden würde?! Sportarten und Disziplinen entwickeln sich weiter und mit Taiso lassen sich traditionelle Elemente hervorragend in moderne Strukturen einbinden. Taiso wird hier als allumfassende Körperschulung gesehen, die nicht nur die physische Stärkung des Körpers meint, sondern parallel die Stärkung des Geistes. Eine ideale Bewegungsform, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Wichtig ist, Taiso kann ein zusätzliches Angebot im Judotraining sein, soll aber keinesfalls das eigentliche Judo-Training ersetzen. Es soll als eine Möglichkeit gesehen werden, das Judotraining - wenn wir bei Wolfgang Hofmann bleiben - um eine vierte Methode zu erweitern. Gerade in den aktuellen Zeiten gewinnen Sportarten, die sich möglichst einfach und ohne großen Aufwand in die Praxis umsetzen lassen.
Taiso nutzen – auch für die Mitgliedergewinnung!

DJB und NWJV laden alle Judo-Vereine ein, sich an dem bundesweiten Projekt zu beteiligen, um Taiso langfristig als festen Bestandteil im Judo zu verankern. Nicht nur, aber besonders im Breitensport lassen sich so neue Akzente setzen - dabei muss das Motto bleiben: vom Taiso zum Judo oder vom Judo zum Taiso! Mit Taiso kann sich der Judosport in Deutschland auch im stetig wachsenden Fitness-Markt platzieren und so neue Wege in der Mitgliedergewinnung gehen. Taiso als Angebot für die Fitness-Cracks da draußen - nach Yoga aus Indien und Tai Chi aus China kommt jetzt das japanische Taiso nach Deutschland!
Zur Ergänzung des schon Geschriebenen: Man hat sich in der Tat da irgendwas zusammengebaut und versucht das als Konzept zu vermarkten, indem man irgendwas von "Japan" und "Frankreich" erwähnt. Was mich dann wirklich stutzig macht, ist dass man eine gewisse (methodische!) Eigenständigkeit vorgibt, die aber gleichzeitig wieder negiert, weil man (um Himmels Willen!) Taiso niemals das eigentliche Judotraining ersetzen soll.

Wikipedia zum Beispiel, auch die japanische, kennt das Thema meiner Recherche nach gar nicht. Und der erwähnte Wolfgang Hofmann? Hat der seine gymnastischen Elemente so genannt, war das seine Absicht, eine eigene Säule zu etablieren? Ich habe in den paar Büchern die ich von ihm habe nichts dazu gefunden.
HBt. hat geschrieben: 30.04.2026, 17:06 +1, Julian +1

Mehr als ein Selbstbestätigungsding, sowie Werbung in eigener Sache ist das Unterfangen nicht. Allerdings ist es massentauglich, die Masse der Eingefangenen findet es toll und vergessen wir nicht' dass DJB-TAISO (momentan) ein wichtiges Modul auf der persönlichen Beförderungsleiter ist.

Einige der bekannten Gesichter werden immer dicker, ganz nebenbei angemerkt, sie nehmen an Leibensfülle zu - ein Aushängeschild für den lebenslangen Sport, den ganzheitlichen Gesundheitssport ist das nicht gerade. Von herausragenden Exponenten erwarte ich (wünschte!) einen drahtigen, energiegeladenen, schlanken, gesunden Körper: denn "bewusste Lebensführung", Ernährung, Hygiene, Leibesübungen (Taiso)...
Oder haben wir keine Zeit mehr für tägliche Übungen - es dreht sich um unsere Gesundheit, einen funktionsfähigen Körper (und Organismus), damit wir bis zu unserem Tod üben können.
Massentauglich? Es wird ja so verkauft, als würde Taiso die Mitglieder wie das Licht die Motten anziehen. Fakt ist aber, der DJB verliert jeden Tag Mitglieder, kumuliert mittlerweile wohl in mittlerer dreistelliger Anzahl: https://www.nwjv.de/aktuelle-meldungen/ ... en-im-nwjv

Im Heimatverein und Co höre eigentlich nur "das ist doch nichts Neues, das machen wir schon immer mehr oder weniger". In vielen (größeren) Vereinen mit klarem Judobezug gibt es mittlerweile reine Fitnessgruppen, ohne die lustigen Bademäntel und durchaus mit Fokus auf Gesundheit, mit lizensierten Vorturnern, oft Sportlehrern oder Fitnesstrainern.

Taiso? Ja das macht man mal so nebenbei (ist das nun auch so beabsichtigt oder nicht?), aber ich bezweifle, dass das Thema je eine vom Judo losgelöste Eigenständigkeit (soll es das nicht irgendwie?) entwickeln und damit in nennenswertem Umfang marktfähig werden wird.

Das Gleiche sehen wir bei diesem Selbstverteidigungsding, siehe folgender Link und Zitat:

https://bjv-judo.de/2026/neuer-trainer- ... -b-lizenz/
Durch das allgemein gestiegene Sicherheitsgefühl bietet sich eine große Chance zur Mitgliedergewinnung mit der Judo-Selbstverteidigung im Breitensportbereich.
(Ich denke, gemeint ist das Unsicherheitsgefühl, ansonsten ergibt der Kontext keinen Sinn.)

Alles am Ende Mode, Schnellschüsse, zeitlich begrenzt, mit Verfallsdatum. Konzeptuell, systematisch, gewissermaßen fachlich überzeugt es mich nicht.
.
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Re: TAISO

Beitrag von tutor! »

Ohne Frage konnten die ambitionierten Ziele des TAISO-Projekts bislang nicht erreicht werden. Darüber, ob das jeweils der Fall sein wird, darf man geteilter Meinung sein. Dennoch müssen einige der oben angesprochen Punkte ein klein wenig zurecht gerückt werden, zumindest, was die ursprüngliche Konzeption betrifft.

Zunächst einmal ist es Absicht, dass langjährigen Judoka vielen sehr bekannt vorkommt und nichts Neues sei. Immer wieder hat vor allem Erik Goertz die Erfahrung gemacht, dass er von ehemaligen Judoka darauf angesprochen wurde, dass diese zwar kein Judo mehr machen könnten/wollten, sie aber gerne noch/wieder die Gymnastik machen würden, die sie als positiv in Erinnerung hatten. Genau dieser Punkt wurde also aufgegriffen, um Judoka länger im Verein zu halten und/oder wieder für den Verein zu gewinnen.

Die historische Relevanz und Verbindung zu Judo wurde besonders gründlich recherchiert und ausführlich bei der Projektvorstellung in Hennef, wo das erarbeitete Projekt vom NWJV zur weiteren Bearbeitung an den DJB übergeben wurde, vorgetragen.
  • 1872: Einführung eines allgemeinen Schulwesens in Japan
    [ externes Bild ]1874: Erstmalige Verwendung des Begriffs „Taisô“ in einem Ergänzungserlass zur Leibeserziehung in japanischen Schulen mit Bezug auf drei Lehrwerke:
  • Taisô zu ("Taisô illustriert")
  • Shachû taisô hô zu („Hallen-Taisô Methoden illustriert“):
Auszug aus Moritz Schrebers "Ärztlicher Zimmergymnastik" von 1855
    Taisô shô („Buch zum Taisô“): Übersetzung des "Manuel de Gymnastique" (1872) von
 C. Vergnes und umschloss freie Gymnastik, Gymnastik mit kleinen Geräten, Gerätturnen, Laufen, Springen, Werfen Bogenschießen, Reiten, Sport und Spiele
  • Taisô war ein Sammelbegriff für aus dem Westen (vorwiegend D/F, später aus USA) stammende Formen körperlicher Übungen und wurde wie die westlichen Begriffe „Gymnastik“ und „Turnen“ erst später zu einer Bezeichnung für ein Segment.
Taiso war also schlicht eine neue Wortschöpfung für ein damals in Japan unbekanntes Konzept:
  • Leibesübungen als Teil einer allgemeinen Erziehung waren im Japan der Feudalzeit (bis ca. 1868) völlig unbekannt
  • Erst nach der erzwungenen Öffnung Japans lernten japanische Stipendiaten verschiedene Formen von Leibesübungen im westlichen Ausland kennen
  • Westliche Experten aus Militär, Medizin und Erziehung machten Leibesübungen in Japan bekannt
  • Die japanische Sprache hatte bis dahin kein Wort für Leibeserziehung, Gymnastik (usw.)
  • Gesucht: Aussprache und Schreibweise
Aus den Zeichen für Tai 体 (Körper) und So 操 (manövrieren, manipulieren, steuern, ....) wurde ein Kunstwort geschaffen, das man am besten mit "Leibesübungen" ins Deutsche übersetzt.

Kano wiederum hat für Judo drei Zieldimensionen formuliert:
- Taiiku-ho (=Leibeserziehung)
- Shushin-ho (=geistig-moralische Schulung)
- Shobu-ho (=Schulung des Kämpfens)

Kano verwendete hierbei den Begriff Taiiku (Leibeserziehung) und nicht Taiso (Leibesübungen) - als meistens das "wozu" und nicht das "was". Ju-no-kata und Go-no-kata bezeichnete er auch als Taiso-no-kata. Und da wäre ja auch noch die Seiryoku-zenyo-kokumin-taiiku-no-kata, frei übersetzt die "nationale Leibeserziehung nach dem Prinzip des bestmöglichen Einsatzes der körperlichen und geistigen Kräfte".

Vom Team, das die grundlegenden Arbeiten geleistet hat, ist allerdings niemand mehr in dem Feld aktiv. Allerdings hat es die Seiryoku-zenyo-kokumin-taiiku-no-kata im Rahmen des Wahlbereichs Taiso in das Danprogramm "geschafft".
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
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